Kein Post – einfach #Wochenende

Eure Ohne Tüte Mädels


Sommer, Sonne, Strand und mehr…

Endlich mal Pause von allem…Wie verbringt Ihr diese Sommerloch Zeiten?!image


Onlineshopping mit Pinterest

EM 2012 Board von Ohne Tuete

Was ist Pinterest?

Pinterest ist ein soziales Netzwerk mit unglaublichem Potential für uns Onlineshopper. Auf Pinterest können Nutzer Bilder an virtuelle Pinnwände (Boards) pinnen und so ihre Wünsche, Lieblingsprodukte oder auch Must-Haves sammeln und organisieren – oder kurz: Mit Pinterest kann man visuelle Lesezeichen erstellen! Über 300.000 Deutsche besuchten im April Pinterest. Weltweit reiht sich der Dienst direkt hinter Facebook & Twitter ein. Toll ist, dass via „Pin it“-Button die Bilder aus dem Web direkt auf das Board gepinnt werden können.

Beim Shoppen im Web

Manchmal stöbert man durchs Internet und findet tolle Produkte. Natürlich kauft man nicht direkt alles (zu teuer, nicht verfügbar, noch nicht benötigt etc.), aber man braucht einen „Ort“ wo man die Entdeckungen sammeln kann. Dieser ist ab sofort Pinterest, wo man bspw. ein Board „Wünsche“ zusammen stellen kann. Vielleicht möchte man seinen Freunden auch zeigen, was man schon alles gekauft hat und weiterempfehlen kann. Also entsteht ein Board „Must-Haves“. Für den Wanderurlaub in Kanada braucht man noch einige Gadgets. Die Inspiration aus dem Web dazu, pinnt man auf das Board „Kanadareise“. Für jedes erdenkliche Thema könnt Ihr Euch ein Pinnwand erstellen, die einzelnen Bilder beschreiben und Euch mit anderen über die Kommentarfunktion austauschen.

Verschiedene Boards bei Pinterest erstellen

Achtung: Suchtgefahr!

Pinterest ist aber nicht nur zum Sammeln von Web-Entdeckungen gut, sondern liefert selbst tolle Inspiration. Man kann stundenlang (Achtung: Suchtgefahr!) auf den Profilen seiner Freunde, anderen Mitgliedern und Unternehmen stöbern. Jedes Bild hat eine Verlinkung zum „Entdeckungsort“. Gefällt einem ein Sommerkleid, gelangt man im optimalen Fall direkt zum passenden Onlineshop und kann es dort kaufen.

Optimalfall: Weiterleitung zum Onlineshop

Viele Unternehmen sind auch bereits auf Pinterest vertreten. Einige der Marken machen es richtig interessant für die Nutzer. Auf Whole Foods findet man Rezepte, bei Asos kann man sich Inspiration von den Stars & Sternchen holen und auf Frontlineshop findet man unterschiedliche Themenwelten.

Mit der Funktion Mitgliedern oder einzelnen Boards zu folgen, entsteht zusätzlich ein Feed, der alle neu gepinnten Bilder anzeigt. So bleibt man immer auf dem Laufenden.

Visualität ist das A und O bei PinterestDas wunderbare Gefühl, wenn die eigenen Entdeckungen von anderen Mitgliedern repinned werden, ist auch nicht zu unterschätzen. Um dies zu fördern, sollte man darauf achten, dass seine Bilder visuell ansprechend sind. Wie auch bei der klassischen Pinnwand geht es nämlich um Schönheit bei Pinterest.

Wir hoffen, wir haben Eurer Interesse wecken können und würden uns freuen, wenn Ihr natürlich auch OhneTuete folgt! Wir hoffen unsere gepinnten Bilder werden Euch inspirieren und freuen uns über neue Vorschläge für Boards!

Ganz Aktuell: EM 2012 Board auf Pinterest!!


ByeBye CD-Regal: Onlinehandel hilft der Musikindustrie nach oben

Wer besitzt noch einen Plattenspieler, Discman oder CD-Player oder gar ein Kassettendeck?
Wir haben bei einer kleinen Umfrage im Büro festgestellt: Nur noch die Minderheit.Deutschland ist der weltweit drittgrößte Musikmarkt und ist daher ein gutes Beispiel wie stark sich der Shift zu digitaler Musik in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Und er wird sich noch weiter ausprägen.

Den Wandel zu digitaler Musik kann man ein paar prägnanten Zahlen belegen: Von 2001 auf 2010 ist die Zahl der Downloader um 7,2 auf 12,1 Mio. gestiegen, die Anzahl der Downloadtitel ist von 1 Mio. in 2003 auf 13 Mio. in 2010 gestiegen und die Umsätze von 2003 bis 2011 von 17 Mio. auf 166 Mio..
Leider besticht das Netz nicht nur durch den legalen Erwerb, sondern bietet auch den Raum und die Möglichkeit illegal an Musik zu gelangen. Zwar hat sich die Nutzerschaft von illegalen Downloads kaum vermehrt und ist „nur“ 0,1 Mio auf 3,1 Mio. (2004-2010) gestiegen, jedoch hat sich die Anzahl der Downloads von 630 Mio. in 2004 auf 898 Mio. in 2010 (Quelle) erhöht.

Durch illegales downloaden geht viel Geld verloren und die Musikindustrie versucht konsequent dagegen anzugehen. Welche Alternativen und tolle Musikseiten,- blogs und Streamingdienste es im Internet gibt, stellen wir Euch hier vor.

Musik Online streamen

Seit dem Start von Spotify in Deutschland am 13.03.2012 ist Deutschland im „Streaming-Fieber“. Auf der Plattform befinden sich ca. 16 Millionen Songs die kostenlos angehört werden können.

Bei der kostenlosen Nutzung gibt es regelmäßige Werbeeinblendungen, die aber bei einer Zahlung von 4,95€ (Spotify Unlimited) im Monat verschwinden. Für 9,95€ im Monat erhält man Spotify Premium, welches einem auch eine Offline Nutzung des Dienstes auf dem Smartphone und am PC erlaubt. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass man keinen Besitz an den Liedern erwirbt. Sobald die Nutzerschaft beendet ist, sind alle Playlists und Songs verschwunden.
Die einzige Voraussetzung für die Nutzung von Spotify: Ein Facebook-Konto.
Weitere Streaming Plattformen sind: simfy, napster, rdio und deezer (jedoch sind alle nur für begrenzte Zeit gratis nutzbar und danach im Abo für ca. 5-15€).

Für Konsumenten also eine super Sache, da sie alle Songs auf einem Blick haben und Playlists von jedem elektronischen Gerät abrufbar sind.
Wenn man sich jedoch mit Künstlern über diese Plattformen unterhalte kommt nicht selten ein Fluchen über die Lippen. Bisher sind Streaming Plattformen noch nicht wirklich lukrativ, da sie noch im Aufbau sind und die Nutzerschaft weiter aufgebaut werden muss. Das bedeutet für den Künstler, dass er bei einem Verkauf seines Songs bei iTunes einen Gewinn von ca. 6 Cent erzielt, das Abspielen auf Spotify bspw. jedoch weniger als einen Viertel Cent (Quelle) einbringt.
Wer also seinen Lieblingskünstler und gerade aufstrebende Musiker, Sänger, Bands unterstützen möchte kauft sich die Songs. Schließlich besitzt man diese dann auch auf unbegrenzte Zeit und kann auch in späten Jahren noch darauf zugreifen!🙂

Musikinspiration

Im Web findet man nicht nur Streaming Angebote und Möglichkeiten Titel zu downloaden, sondern man kann sich auch inspirieren lassen.

Unsere Favoriten sind Hypemachine, eine Online Sammlung auf der Songs von den verschiedensten Blogs zusammengetragen werden und eine eigene Favoriten-Playlist erstellt werden kann, Earmilk (US & Canada basiert), ein Blog der die neusten Hits und Underground Entdeckungen über alle Musik-Genres hinweg zugänglich macht und zuletzt Daytrotter, eine Plattform auf der täglich eine neue, etwa viertelstündige Musiksession, kostenfrei hörbar, runterladbar und exklusiv vorgestellt wird.

Wer sich noch anderweitige (oder passendere) Inspiration holen möchte kann dies zum Beispiel über last.fm machen. Die Seite, auch als App bei Spotify erhältlich oder mit Hypemachine zu verbinden, gibt Empfehlungen auf Grund deiner Vorlieben und Playlists. Zugleich kann man ununterbrochen, personalisiertes Radio hören.

Nach vielen Jahren eines Niedergangs der Musikindustrie wurde 2011 der Umsatzrückgang gestoppt und sogar ein Plus von 0,1% gemessen. Noch macht die digitale Musik nur 17 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikindustrie aus, doch man darf gespannt sein wie die Entwicklung in 2012 sein wird. (Quelle)

Auf alle weiteren Angebote zu Musik im Web kommen wir in den Posts während unserer Themenwoche auf Facebook zu sprechen! Wir freuen uns, wenn Ihr dies noch weiter verfolgt.


Konsum mal anders: Collaborative Consumption

Frage: Was tun konsumfreudige Menschen im Jahr 2012, wenn sie geldsparend und umweltschonend konsumieren wollen? Antwort: Sie teilen.

Der Begriff „Collaborative Consumption“ tauchte das erste Mal in einer Publikation über Car Sharing auf – und zwar im Jahr 1978! Im Jahr 2010 war es laut dem Time Magazine eine der „10 ideas that will change the world“ und heute ist es ein Trend, der in vielen Bereichen bereits gelebt wird. Aber was ist Collaborative Consumption genau? Der Begriff steht für „den gemeinschaftlichen Konsum und das Teilen von persönlichen Dingen über das Internet“ (gruenderszene.de).  Es geht um die zeitlich begrenzte Nutzung und das Teilen anstatt um den Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung. Dieses neue gesellschaftliche Denken beschäftigt sich also weniger mit der Frage was wir konsumieren, sondern viel mehr damit wie wir es tun.

Das Tauschen und Teilen von Gütern ist keine neue Erfindung, aber durch die heutigen Technologien revolutioniert sich das Prinzip. Durch das Internet werden lokale Barrieren aufgehoben und lokal-gebundene Güter erfahren neue Möglichkeiten durch den Einsatz von mobilen Endgeräten (siehe Carzapp Beispiel).

Collaborative Consumption gibt es mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens: Von der einfachen Online-Tauschbörse (z.B. www.swap.com) über Sharing-Modelle (z.B. www.car2go.com) bis hin zu ausgefallenen Plattformen wie z.B. www.grubwithus.com, welche Fremde für eine Mahlzeit zusammenbringt.

Wir möchten Euch in diesem Artikel drei unterschiedliche Konzepte aus ganz verschiedenen Bereichen vorstellen:

  1. Prestigegut Auto meets Sharing am Beispiel vom Start-up carzapp.net
  2. Traveling Books am Beispiel von bookmooch.com  und
  3. Tourists meet real homes am Beispiel von airbnb.com

Prestigegut Auto meets Sharing 

Der Trend des „Private Carsharings“ ist ein Geschäftsmodel im Bereich Autovermietung.  Menschen können Autos für einen bestimmten Zeitraum von anderen Privatpersonen mieten. Das Start-up Carzapp „ermöglicht es, Autos zwischen Privatpersonen einfach und sicher zu vermieten. Das spart Geld, schont die Umwelt und macht Spaß.“ (Carzapp.net)

Über ein Online-Portal werden die Besitzer mit den Suchenden vernetzt. Carzapp scheint mit seiner Hardwarelösung ZappKit auch das Problem der Schlüsselübergabe gelöst zu haben. Mit Hilfe der App kann der Autobesitzer festlegen, wer wann berechtigt ist das Auto zu nutzen. Der Mieter kann sein Smartphone wiederum als Autoschlüssel verwenden. Der Autobesitzer verdient mit der Vermietung Geld und über einen Dienstleister, wie Carzapp, ist das Automobil rundum versichert.  Auch für die Umwelt lohnt sich das Teilen des Autos: „Nutzer von Carsharing reduzieren ihren CO2-Ausstoß durchschnittlich um 1 Tonne pro Jahr! Dies entspricht etwa 10% des durchschnittlichen Ausstoßes pro Kopf in Deutschland.“(Carzapp.net) Das Berliner Start-up geht demnächst live. Dann wird sich zeigen ob das Peer-to-Peer-Konzept alltagstauglich ist und sich gegenüber seiner Carsharing-Konkurrenz (wie z.B. car2go) durchsetzen kann.

Traveling Books

BookMooch ist eine Tauschbörse für gebrauchte Bücher. Wenn ein Mitglied ein Buch weggibt erhält er im Gegenzug einen Punkt und kann diesen wiederum für ein anderes Buch auf BookMooch eintauschen. Wenn er das Buch ausgelesen hat, kann er es entweder behalten oder wieder auf die Reise schicken. Die Mitgliedschaft ist zwar kostenlos, allerdings fallen Postgebühren für das Versenden der eigenen Bücher an. Falls man nur Bücher abzugeben hat, kann man seine gesammelten Punkte auch an wohltätige Einrichtungen spenden. So kann zum Beispiel für jeden gespendeten Punkt ein Kind im Krankenhaus ein Buch an sein Bett geliefert bekommen. Die Bücher sind weltweit erhältlich. Für zusätzliche Versandkosten durch große Distanzen zwischen den Mitgliedern erhält der Versender mehr Punkte. Ein weiteres Feature sind die Wunschlisten. Hier können Buchpräferenzen hinterlegt werden und sobald das ersehnte Buch verfügbar ist und ausreichend Punkte vorhanden sind, wird es dem Mitglied automatisch zugesandt. Finanziert wird die Seite durch eine Kopplung an Amazon. Folgt man einem Link zu Amazon – da zum Beispiel das gewünschte Buch nicht auf BookMooch zu finden ist – und kauft es dann im Onlineshop, erhält BookMooch eine Provision. BookMooch hatte 2011 über 200.000 Mitglieder mit steigender Tendenz.

Tourists meet real homes

Die Seite Airbnb vermittelt weltweit private Unterkünfte. Hier ein Video zu dem Konzept. Warum solltest Du dieses Angebot nutzen? Sicherlich ist es nicht nur der Preis, denn nicht jede Unterkunft ist ein Schnäppchen. Es geht um viel mehr: Individualisiertes Reisen, „mittendrin“ anstatt „nur dabei“  sein und natürlich die Chance neue Menschen kennenzulernen. Warum solltest Du deine Wohnung zu Verfügung stellen? Weil Du so Menschen aus aller Welt kennenlernen kannst und gleichzeitig einen finanziellen Vorteil hast.

Airbnb ist eine visuell ansprechende Plattform mit einer zusätzlichen Mobile-Applikation. Der Community-Marktplatz wurde 2008 in San Francisco gegründet und hat bis dato circa 5 Mio. Nächte in über 19.000 Städten und 192 Ländern vermittelt. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass es immer eine Portion Vertrauen seitens des Gastgebers und des Gastes braucht.  Was vielleicht vor einigen Jahren noch nicht denkbar war („Ich überlasse völlig Fremden meine Wohnung“), ist heute für viele ganz normal.

Was fällt uns bei den ganzen neuen Angeboten auf? Die Art des Konsumierens ändert sich. Natürlich gibt es immer noch viele Dinge, die wir weiterhin in Onlineshops bzw. im Ladengeschäft kaufen werden. Die neue Sharing-Kultur macht es allerdings nicht mehr nötig, alles zu besitzen was man benutzt.

Was haltet Ihr von der neuen Art des Konsumierens? Konsumiert Ihr lieber „klassisch“ über Onlineshops oder gefällt Euch der Peer-to-Peer Gedanke? Auf unserer Facebook-Seite stellen wir Euch in den folgenden zwei Wochen noch mehr interessante Anbieter für den Alltag oder besondere Anlässe vor. Vielleicht ist ja Eure nächste Lieblingsplattform dabei! Seid gespannt!


Crowdfunding – Mit Kleinem Großes schaffen

Crowdfunding ist eine neue Art der Finanzierung. Um es kurz zu machen:  Crowdfunding ist ein Weg für Leute (die „Crowd“) via Internet Ideen und „Bestrebungen“ zu finden in die sie glauben und diese zu finanzieren.

Das Konzept stammt ursprünglich aus den USA und wurde zunächst vor allem bei der Finanzierung von Musikproduktionen eingesetzt. Das amerikanische Portal Kickstarter wurde 2009 gelauncht und stellte einen neuen Weg dar um Kreativität zu fördern. Seitdem wurden über 200 Mio. € für Projekte zugesagt, 1.8 Mio. Menschen haben ihre Projekte vorgestellt und über 20.000 Projekte wurden erfolgreich finanziert. Kickstarter funktioniert nach dem „All or Nothing“ – System: Entweder wird das Finanzierungsziel erreicht und das bis dahin zugesagte Geld nach Ablauf der angegebenen Zeit ausgezahlt oder aber man erhält kein Geld.

Ablauf Crowdfunding

Doch auch in Deutschland entwickelt sich ein schnell wachsender Markt:
Im Jahr 2011 wurden insgesamt 458.000€ in 170 Projekte investiert. Allein im ersten Quartal 2012 liegt dieser Wert schon bei 240.000€, die auf 83 Projekte entfielen. Erfolgreiche Projekte haben im Durchschnitt 45 Unterstützer für sich begeistern können, die sich im Durchschnitt mit 64€ beteiligten. Prognosen für 2012 gehen von einem Finanzierungsvolumen von 1 Mio. € auf den fünf Hauptplattformen (inkubato, my Sherpa, pling, startnext und VisionBakery) aus.

Crowdfunding lohnt sich

Durch Crowdfunding kann eine Idee / ein Start-Up nicht nur finanzielle Hilfe generieren sondern sie erhält gleichzeitig Feedback, baut eine Community auf und gewinnt so an Reichweite und Bekanntheit.
Ein sehr erfolgreiches Projekt in Deutschland war u.a. das Projekt „Hartz IV Möbel“ von Prime Le Van Bo. Mit 442 Fans und 354 Supportern wurde das ursprüngliche Ziel von 5000€ um ca. 260% überfinanziert und hat damit diverse Startnext Rekorde gebrochen. Die damit erreichte Community ist nicht zu verachten.  Der Startnext Blog schreibt dazu: „Wenn man bedenkt, dass Konversationsraten im Internet-Commerce bei 1 bis 3 Prozent liegen, würde dies bedeuten, dass Le Van Bo ca. 17.000 Menschen mit seiner Kampagne erreichen musste, damit diese Anzahl „Buchkäufer und Unterstützer“ zusammenkommen.  Es ist davon auszugehen, dass die Konversationsrate bei seinen Fans höher liegt, vermutlich zwischen 5 und 7 Prozent. Dennoch hat er ein beachtliches Publikum erreicht.“

Als wichtige Regeln für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne gilt es sich vorher schon um den Aufbau einer Community zu kümmern. Ein informatives und anschauliches Video kann dem Zuschauer leicht das Konzept und eine konkrete Vorstellung vermitteln. Die Unterstützer sollen spüren wie viel Herzblut in der eigenen Idee steckt. Dieses kann auch durch „Dankeschöns“ für die Unterstützenden geschehen. Individuelle „Geschenke“ nach Größe der Spende gestaffelt, ziehen oft Interessenten an, die sich so noch persönlicher beteiligt fühlen. Gerade wenn man die eigene Zielgruppe (gut) kennt, kann dies zu einem starken Plus führen. Generell gilt: Authentizität und Originalität gewinnt.

Crowdfunding als Plattform für jegliche Projekte

Ob Musik, Künstler, gemeinnützige Organisationen oder Vereine – für jeden findet sich die passende Plattform. Die zwei weltweit bekanntesten stammen aus den USA – Kickstarter und Indiegogo. Auf beiden Plattformen ist jegliche Art von Projekten vertreten, doch der Nischenmarkt bildet sich immer weiter aus. Wie genau sich der Markt verteilt und in welche Projekte am meisten investiert wird, ist anhand von Kickstarter in einer Grafik der New York Times sehr anschaulich verdeutlicht.

Die drei größten deutschen Plattformen sind auch eher generalistisch aufgestellt, doch Tedenzen sind erkennbar. Neben diesen gibt es noch viele kleine, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben. An dieser Stelle gehen wir jedoch auf die drei bekanntesten Plattformen ein.

Startnext ist eine Crowdfunding-Plattform für Kreative, Künstler und Erfinder. Die Plattform ist seit September 2010 online und wurde von der Dresdener IT-Firma tyclipso entwickelt. Bevor das Projekt jedoch auf der Plattform freigegeben wird muss in einer Startphase eine notwendige Anzahl an Fans erreicht werden die abhängig von der gewählten Finanzierungssumme ist. Nach Erreichen der Fananzahl und Ablaufen der dafür verfügbaren 30 Tagen geht das Projekt in die Finanzierungsphase und ist nun offen für die geldliche Unterstützung. Die Plattform ist seit Mai 2011 gemeinnützig d.h. das Geld fließt zu 100% in das jeweilige Projekt.

Mysherpas ist im Gegensatz zu startnext.de keine gemeinnützige Plattform und erhebt eine Bearbeitungsgebühr von 10% bei erfolgreichem Abschluss des Projekts. Auf mysherpas.com findet man kreative und karitative Projekte, sowie Unternehmensgründungen jeder Art.
2011 hat mysherpas.com den Deutschen IPTV Award für das  „Bestes Geschäftsmodell“ gewonnen.

Sowie die anderen beiden Plattformen funktioniert auch Inkubato nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Wie bei mysherpas.com muss der Projektinitiator 10% Provision nach erfolgreichem Abschluss an die Plattform zahlen. Das erfolgreichste Projekt bei inkubato hat mit 107% Finanzierung bei 26.991€ abgeschlossen und ist ein „Dokumentarfilm über den Beat der Bar25, der zum Herzschlag eines Lebensgefühls wird.“

Einsatz von Crowdfunding für karitative Einrichtungen und Organisationen

Unter den deutschen Plattformen für Crowdfunding im sozialen Bereich ist Betterplace am bekanntesten. Die Plattform ist gemeinnützig und leitet die Spenden dadurch zu 100% an die jeweiligen Projektbetreiber weiter. Der Betrieb der Plattform wird zum einen durch Zahlungen von Organisationen finanziert, die sich hier präsentieren wollen, und zum anderen durch Spenden von Förderern an eine Stiftung. Um sich als Unterstützer überzeugen zu können, dass die Projekte seriös und gut durchdacht sind gibt es das System des „web of trust“. Sogenannte Projektbesucher und –fürsprecher, die sich das soziale Projekt vor Ort angesehen haben oder die Träger persönlich kennen, können Meinungen, Fotos oder Videos auf der Projektseite posten und bürgen somit gewissermaßen für die Seriosität des Vorhabens. Zudem haben die Unterstützer die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und somit das System der „Bewertung“ zu komplettieren.

Crowdfunding ist ein komplexes Thema und die Anzahl neuer Start-Ups macht die Übersicht nicht einfacher. Möchte man selber ein Projekt vorstellen und finanzieren lassen, sollte man sich vorher ganz genau umgucken und die passende Plattform für seine Idee finden. Noch ist das Volumen auf dem deutschen Markt ziemlich gering, doch in Prognosen steigend. Wir glauben, dass bei einem Projekt mit Herz und Verstand eine hohe Chance auf Unterstützung besteht.

Allerdings ist Crowdfunding nicht nur für Ideenumsetzer spannend, sondern auch für den Konsumenten. Dieser kann durch seine Unterstützung entscheiden welche Projekte umgesetzt werden und welche in der Versenkung bleiben.  Somit hat er die Macht über gelingen und nicht gelingen, sowie, welche neuen Produkte auf den Markt kommen.
Für Online-Shops kann die Beobachtung der Crowdfunding Plattformen auch interessant sein: neue Trends können herausgefiltert werden bzw. die Beliebtheit einzelner Ideen und Produkte beobachtet oder auch getestet werden. Hinzu kommt das Online-Shops mit den Projektvorstellenden in Kontakt treten könnten um eventuell Produkte frühzeitig oder gar exklusiv in ihrem Shop anzubieten.

Was sind Eure Zukunftsprognosen? Habt Ihr schonmal ein Projekt mitfinanziert oder gar selbst eins finanzieren lassen oder plant vielleicht dies in Zukunft zu tun? Lasst es uns wissen in den Kommentaren oder auf Facebook!


Bist Du noch Multi- oder schon Omni-Channel?

Die Münchner Software-Firma hybris, die im Bereich Multichannel Commerce agiert, hat  einen neuen Begriff ins Rennen geschickt: Omni-Channel. Aber was heißt das?

Omni-Channel beschreibt einen Trend bezüglich des Konsumentenverhaltens bei der Nutzung von Vertriebskanälen. Kunden kaufen nicht mehr online oder offline sondern nutzen verschiedene Kanäle parallel. Ich informiere mich zum Beispiel nicht mehr vor dem Kauf eines Produktes im Internet sondern direkt am POS via Mobile. Wem die Vorstellungskraft fehlt, sollte sich einmal ein paar Stunden in einem großen stationären Elektronikhandel aufhalten und das Verhalten der Smartphone-Nutzer studieren.

Die Harvard Business Review hat im März 2012 einen Artikel mit dem Titel „Die neue Kunst zu verkaufen“  veröffentlicht. Hier wird der Trend Omni-Channel aus Sicht der Unternehmen genauer betrachtet. Ohne Tüte möchte aber aus dem Blickwinkel der Konsumenten über das Thema diskutieren. Sind wir bereits Omni-Channel-Nutzer? Welche Macht haben wir? Und auf welche Art von Einkaufserlebnis in der Zukunft dürfen wir uns freuen?

Die Experten gehen davon aus, dass bereits gegenwärtig viele von uns Omni-Channel-Nutzer sind. Das bedeutet, dass wir als Konsumenten mehrere Kanäle (bewusst oder unbewusst) gleichzeitig in Anspruch nehmen während wir einkaufen.

Für Unternehmen bedeutet dies, dass sie zur Optimierung nicht nur ihren Onlineshop (re)launchen, sondern diesen auch enger mit ihrem stationären Geschäft verknüpfen müssen. Für Konsumenten heißt das im Idealfall: Flexibilität, Erlebnis und Einfachheit.

Flexibilität: Ich kaufe online bei H&M ein, probiere die Sachen bequem zu Hause an und falls ich das Kleid doch in grün bevorzuge, springe ich auf dem Weg zur Arbeit kurz in die nächste Filiale und tausche den Artikel dort um. So nutze ich die fortschreitende Verschmelzung der verschiedenen Vertriebskanäle.

Interaktiver Spiegel um Facebook-Freunde nach Meinung zu fragen

"Social Mirror"

Erlebnis: Ich kann mich unter anderem im Adidas Neo Store in Hamburg von einem interaktiven Spiegel fotografieren lassen und über Facebook meine Freunde mit in die Kaufentscheidung einbeziehen.

Einfachheit: Im Apple Store findet man keine begrenzten Produktinformationen mehr auf Preisschildern bzw. Etiketten sondern kann  alle benötigten Informationen, wie z.B. Kunden-bewertung oder detaillierte technische Daten, entweder direkt mit dem potentiellen Produkt oder mit einem iPad online abfragen.

Diese Beispiele scheinen für viele bereits selbstverständlich, denn Konsumenten gewöhnen sich rasch an neues Einkaufsverhalten und setzen es dann als Service voraus.

Das Paradoxon:

Online kaufen ist bequemer, vielfältiger, 24 Stunden täglich möglich und trotzdem gehen Experten nicht davon aus, dass stationäre Läden von der Bildfläche verschwinden werden. Menschen wollen einfach nicht alles online einkaufen.  Aber sie wollen auch nicht auf die Vorteile eines Kanals verzichten müssen weil Sie gerade einen anderen nutzen.

Die Unternehmen haben dies realisiert und verfolgen ein Ziel: Parallel Shoppen – ja; beim Konkurrenten – nein! Um dies zu erreichen arbeiten viele Einzelhändler gerade an Omni-Channel-Strategien.

Das erste Best-in-Class Beispiel kommt aus Asien. Hier scheint die Adaption zum Omni-Channel-Verhalten bei den Konsumenten bereits fortgeschritten zu sein:

1. Tesco’s Homeplus Subway Store

Tesco hat vor einigen Monaten in Südkorea seinen ersten virtuellen Store eröffnet. Um die Wartezeit in der U-Bahn sinnvoll zu nutzen, kann in Seoul nun „vor Ort online“ eingekauft werden. Produktfotos in Originalgröße auf Plakatwänden verleiten zum Kauf. Mit dem Einscannen von QR-Codes können die Artikel online erworben werden.  Laut südkoreanischen Medien nutzen täglich über 200.000 Menschen den virtuellen Shop in Seoul.

Store aus lebensgroßen Bildern der Produkte inkl. QR-Code

Tesco's Subway Store in Süd Korea

Video hier anschauen

2. Magalogue von Vtwonen

Das zweite Beispiel hat etwas mit dem guten, alten Katalog zu tun – ein Vertriebskanal der bereits von vielen Marketing-Gurus begraben wurde. Dank Argumented Reality gibt es neue Hoffnung: Den Klassische Katalog und gleichzeitig  den Online-Channel nutzen kann man nun mit dem niederländischen Magalogue (Wortspiel aus Magazin und Catalogue) von Vtwonen. Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit Layar eine neue Version des alten Klassikers entwickelt: Der Magalogue ist durch seinen Magazin- bzw. Lookbook-Style visuell ansprechend und via Argumented Reality wird der Kauf-Button auf dem Smartphone eingeblendet. Ein Must-have für alle Katalog-Liebhaber!

Magalogue durch Argumented Reality mit Onlineshop verknüpft

Online-vernetzer Magalogue (durch Argumented Reality)

Video hier anschauen

Die Beispiele machen klar: Omni-Channel funktioniert ohne Mobile kaum. Unsere Smartphones geben uns die Möglichkeit mehrere Channel gleichzeitig zu nutzen. Letztes Jahr hatte bereits jeder dritte Deutsche ein Smartphone und jeder neue Handy-Kauf wird über kurz oder lang ein Smartphone-Kauf sein. Das Smartphone ermöglicht dem Konsumenten zu jeder Zeit, an jedem Ort und in jeder Situation „on“ zu sein. Durch diese Fähigkeit verändert sich natürlich unser Einkaufsverhalten enorm.

Zwei weitere wichtige Trends die unser Omni-Channel-Nutzerverhalten fördern sind Location Based Services wie foursquare  und Mobile Couponing wie wynsh. Wynsh geht sogar noch einen Schritt weiter, denn hier bestimmt der Konsument beim stationären Kauf selbst, auf welchen Artikel Rabatt gegeben werden soll. Aktuell (noch bis zum 5. Mai) findet eine besondere Aktion mit Gewinnspiel in München statt. Mehr unter: http://www.wynsh.com

Werbeplakat mit QR-Code

Frühlingskampagne von Obi mit QR-Codes

Auch das Marketing funktioniert schon Omni-Channel. Durch Plakate mit QR-Codes habe ich einerseits die klassische Printwerbung und erhalte andererseits eine passende Marketing-Kompo-nente auf mein Mobile. Die Frühlingskampagne 2012 von Obi nutzt genau dieses Konzept: An Bushaltestellen hängen Plakate inkl. QR-Code, z.B. zum Thema Hochteich. Während man auf den Bus wartet, hat man meist einige Minuten Zeit den QR-Code zu scannen. Wichtig ist, das Unternehmen dem Kunden einen Mehrwert über den Code bieten. Im Fall von Obi: Selbst-Bau-Anleitung für den Hochteich. Gute Idee!

Ein letztes Beispiel zum Thema Omni-Channel kommt gut ohne Mobile aus: Interaktive Touchscreen-Schaufenster. Starbucks testete das Konzept bereits vor einem Jahr und es hat Potential. Mit dieser Technologie, die eigentlich gar nicht neu ist, könnte direkt vor dem Shop online eingekauft werden. Warum Konsumenten das tun sollten anstatt direkt online von zu Hause einzukaufen? Vielleicht machen Passanten gerade einen Stadtbummel und das Geschäft hat schon geschlossen, aber die Schuhe im Schaufenster wollen sie sich sofort sichern! Via Smartphone auch möglich, aber das interaktive Schaufenster bietet den direkten Zugang mit nur einem „Touch“. Das Unternehmen verliert mit diesem Konzept nun keine potentiellen Kunden mehr, welche via Mobile einfach bei einem anderen Anbieter bestellen könnten.

Interaktive Schaufenster die via Touchscreen bedient werden können

"Interactive Storefront"

Und wir als Konsumenten sind bereit für interaktive Schaufenster! Beweis: Gehen Sie beim nächsten Einkaufen mal etwas näher an die Displays heran, die Werbung in Kaufhäusern abspielen. Dann werden Sie die Fingerabdrücke auf dem Display sehen. Das sind die Abdrücke der Konsumenten, die Bewegtbild-Werbung für interaktive  Bildschirme hielten.

Fazit: Omni-Channel ist in vielen Ansätzen schon ganz präsent in unserer Einkaufswelt. Unternehmen testen neue Konzepte und entwickeln Omni-Channel-Strategien. Online Shopping ist nicht mehr aus unserem Tun wegzudenken und der stationäre Handel darf nicht den Anschluss verlieren. Die verschiedenen Vertriebskanäle verschmelzen mehr und mehr. Auf unserer Facebook-Seite werden wir in den nächsten zwei Wochen noch mehr Aspekte zum Thema Omni-Channel erläutern und diskutieren. Besucht uns unter: http://www.facebook.com/ohnetuete