Online-Lebensmittelhandel nimmt in Deutschland Fahrt auf

Der Online-Lebensmittelmarkt setzt sich auch in Deutschland langsam aber allmählich in Bewegung. Real veröffentlichte letzte Woche erste Umsatzzahlen seines Online-Shops, Tengelmann startete mit Kaisers im August einen online shopbaren Lieferservice und Amazon öffnete seinen Marktplatz bereits letztes Jahr für den Verkauf von Lebensmitteln (Partner sind u.a. Gourmondo, Mymuesli, Gustini, Natur.com etc.). Und deswegen wird sich es auch bei uns in den nächsten zwei Wochen alles rund um das Online-Shopping von Lebensmitteln drehen.
Während das Online-Shopping von Lebensmitteln in Ländern wie UK, Schweiz und Frankreich bereits angenommen wurde, hinkt Deutschland noch deutlich hinterher.
Marktanteil des Lebensmittelhandels am Onlinehandel im Ländervergleich
Der Online-Handel mit Lebensmittel ist in der Tat ein kritisches Thema. Frischware kann vom Kunden nicht selbst geprüft und ausgewählt werden und der Versand von verderblichen Artikeln, wie Fisch und Fleisch, verlangt nach logistischer Excellenz und schneller Abwicklung.
Die von Real veröffentlichten Umsatzzahlen zeigen dennoch einen erfolgreichen Start der Online-Initiative. „Das Sortiment umfasst nun mehr als 9.000 Artikel. Im 2. Quartal 2011 betrug der Umsatz bereits 6 Mio. € bei einem Durchschnittsbon von über 130 €.
Bei genauerer Betrachtung des Online-Sortiments wird jedoch deutlich, dass Real seine Umsätze weniger durch Lebensmittel treiben dürfte – diese werden nämlich kaum im Shop angeboten  – denn das Sortiment bietet eher Produkte aus dem Bereich Multimedia, Sport & Freizeit, Haus & Garten, Spielwaren etc.
Kaisers ist da produktseitig mit seinem Lieferservice weit besser aufgestellt – von Frischfleisch bis Molkereiprodukte kann der Kunde seine Einkaufsliste wie gewohnt abhaken. Kaisers verfolgt zur Lösung des Logistikproblems jedoch eine lokale Strategie und bietet seinen Service nur in Berlin und München an.
Buchung des Lieferzeitenslots bei KaisersWirklich gut gelöst ist bei Kaisers übrigens die Möglichkeit sich bei der Bestellung einen Zeitslot von zwei Stunden für die Lieferung zu sichern. In Abhängigkeit von Wohnort, Wochentag und Uhrzeit variieren die Lieferkosten. Ein Lieferung für heute Abend zwischen 17.00 und 19.00h wäre noch für 5 Euro zu haben…spätestens für den nächsten Überraschungsbesuch oder den Getränkeeinkauf vor der Geburtstagsparty unserer Meinung nach eine einzubeziehende Alternative!
Auch der Startup-Bereich befindet sich in Bewegung. In Hamburg dürfen wir uns auf www.supermarkt.de freuen, www.froodies.de  versendet im Stadtgebiet Münster, Düsseldorf, Dortmund und Wuppertal bereits ab einem Bestellwert von 25 Euro kostenlos (und deutschlandweit ab 75 Euro), www.emma-mobil.de wird uns bald mit einem deutschlandweiten Netzwerk aus Partnersupermärkten beglücken und www.food.de startet ab Oktober 2011 mit einem Marktplatz für Food Delivery Services zunächst erst einmal in Berlin.
Ist Online-Shopping von Lebensmitteln für Euch eine echte Alternative zum Tüten schleppen, oder steht ihr doch lieber im Supermarkt und lasst olfaktorische und visuelle Reize die Entscheidung über die abendliche Speisekarte übernehmen?
Advertisements


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s