Onlineshopping mit Pinterest

EM 2012 Board von Ohne Tuete

Was ist Pinterest?

Pinterest ist ein soziales Netzwerk mit unglaublichem Potential für uns Onlineshopper. Auf Pinterest können Nutzer Bilder an virtuelle Pinnwände (Boards) pinnen und so ihre Wünsche, Lieblingsprodukte oder auch Must-Haves sammeln und organisieren – oder kurz: Mit Pinterest kann man visuelle Lesezeichen erstellen! Über 300.000 Deutsche besuchten im April Pinterest. Weltweit reiht sich der Dienst direkt hinter Facebook & Twitter ein. Toll ist, dass via „Pin it“-Button die Bilder aus dem Web direkt auf das Board gepinnt werden können.

Beim Shoppen im Web

Manchmal stöbert man durchs Internet und findet tolle Produkte. Natürlich kauft man nicht direkt alles (zu teuer, nicht verfügbar, noch nicht benötigt etc.), aber man braucht einen „Ort“ wo man die Entdeckungen sammeln kann. Dieser ist ab sofort Pinterest, wo man bspw. ein Board „Wünsche“ zusammen stellen kann. Vielleicht möchte man seinen Freunden auch zeigen, was man schon alles gekauft hat und weiterempfehlen kann. Also entsteht ein Board „Must-Haves“. Für den Wanderurlaub in Kanada braucht man noch einige Gadgets. Die Inspiration aus dem Web dazu, pinnt man auf das Board „Kanadareise“. Für jedes erdenkliche Thema könnt Ihr Euch ein Pinnwand erstellen, die einzelnen Bilder beschreiben und Euch mit anderen über die Kommentarfunktion austauschen.

Verschiedene Boards bei Pinterest erstellen

Achtung: Suchtgefahr!

Pinterest ist aber nicht nur zum Sammeln von Web-Entdeckungen gut, sondern liefert selbst tolle Inspiration. Man kann stundenlang (Achtung: Suchtgefahr!) auf den Profilen seiner Freunde, anderen Mitgliedern und Unternehmen stöbern. Jedes Bild hat eine Verlinkung zum „Entdeckungsort“. Gefällt einem ein Sommerkleid, gelangt man im optimalen Fall direkt zum passenden Onlineshop und kann es dort kaufen.

Optimalfall: Weiterleitung zum Onlineshop

Viele Unternehmen sind auch bereits auf Pinterest vertreten. Einige der Marken machen es richtig interessant für die Nutzer. Auf Whole Foods findet man Rezepte, bei Asos kann man sich Inspiration von den Stars & Sternchen holen und auf Frontlineshop findet man unterschiedliche Themenwelten.

Mit der Funktion Mitgliedern oder einzelnen Boards zu folgen, entsteht zusätzlich ein Feed, der alle neu gepinnten Bilder anzeigt. So bleibt man immer auf dem Laufenden.

Visualität ist das A und O bei PinterestDas wunderbare Gefühl, wenn die eigenen Entdeckungen von anderen Mitgliedern repinned werden, ist auch nicht zu unterschätzen. Um dies zu fördern, sollte man darauf achten, dass seine Bilder visuell ansprechend sind. Wie auch bei der klassischen Pinnwand geht es nämlich um Schönheit bei Pinterest.

Wir hoffen, wir haben Eurer Interesse wecken können und würden uns freuen, wenn Ihr natürlich auch OhneTuete folgt! Wir hoffen unsere gepinnten Bilder werden Euch inspirieren und freuen uns über neue Vorschläge für Boards!

Ganz Aktuell: EM 2012 Board auf Pinterest!!


ByeBye CD-Regal: Onlinehandel hilft der Musikindustrie nach oben

Wer besitzt noch einen Plattenspieler, Discman oder CD-Player oder gar ein Kassettendeck?
Wir haben bei einer kleinen Umfrage im Büro festgestellt: Nur noch die Minderheit.Deutschland ist der weltweit drittgrößte Musikmarkt und ist daher ein gutes Beispiel wie stark sich der Shift zu digitaler Musik in den letzten 10 Jahren entwickelt hat. Und er wird sich noch weiter ausprägen.

Den Wandel zu digitaler Musik kann man ein paar prägnanten Zahlen belegen: Von 2001 auf 2010 ist die Zahl der Downloader um 7,2 auf 12,1 Mio. gestiegen, die Anzahl der Downloadtitel ist von 1 Mio. in 2003 auf 13 Mio. in 2010 gestiegen und die Umsätze von 2003 bis 2011 von 17 Mio. auf 166 Mio..
Leider besticht das Netz nicht nur durch den legalen Erwerb, sondern bietet auch den Raum und die Möglichkeit illegal an Musik zu gelangen. Zwar hat sich die Nutzerschaft von illegalen Downloads kaum vermehrt und ist „nur“ 0,1 Mio auf 3,1 Mio. (2004-2010) gestiegen, jedoch hat sich die Anzahl der Downloads von 630 Mio. in 2004 auf 898 Mio. in 2010 (Quelle) erhöht.

Durch illegales downloaden geht viel Geld verloren und die Musikindustrie versucht konsequent dagegen anzugehen. Welche Alternativen und tolle Musikseiten,- blogs und Streamingdienste es im Internet gibt, stellen wir Euch hier vor.

Musik Online streamen

Seit dem Start von Spotify in Deutschland am 13.03.2012 ist Deutschland im „Streaming-Fieber“. Auf der Plattform befinden sich ca. 16 Millionen Songs die kostenlos angehört werden können.

Bei der kostenlosen Nutzung gibt es regelmäßige Werbeeinblendungen, die aber bei einer Zahlung von 4,95€ (Spotify Unlimited) im Monat verschwinden. Für 9,95€ im Monat erhält man Spotify Premium, welches einem auch eine Offline Nutzung des Dienstes auf dem Smartphone und am PC erlaubt. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass man keinen Besitz an den Liedern erwirbt. Sobald die Nutzerschaft beendet ist, sind alle Playlists und Songs verschwunden.
Die einzige Voraussetzung für die Nutzung von Spotify: Ein Facebook-Konto.
Weitere Streaming Plattformen sind: simfy, napster, rdio und deezer (jedoch sind alle nur für begrenzte Zeit gratis nutzbar und danach im Abo für ca. 5-15€).

Für Konsumenten also eine super Sache, da sie alle Songs auf einem Blick haben und Playlists von jedem elektronischen Gerät abrufbar sind.
Wenn man sich jedoch mit Künstlern über diese Plattformen unterhalte kommt nicht selten ein Fluchen über die Lippen. Bisher sind Streaming Plattformen noch nicht wirklich lukrativ, da sie noch im Aufbau sind und die Nutzerschaft weiter aufgebaut werden muss. Das bedeutet für den Künstler, dass er bei einem Verkauf seines Songs bei iTunes einen Gewinn von ca. 6 Cent erzielt, das Abspielen auf Spotify bspw. jedoch weniger als einen Viertel Cent (Quelle) einbringt.
Wer also seinen Lieblingskünstler und gerade aufstrebende Musiker, Sänger, Bands unterstützen möchte kauft sich die Songs. Schließlich besitzt man diese dann auch auf unbegrenzte Zeit und kann auch in späten Jahren noch darauf zugreifen! 🙂

Musikinspiration

Im Web findet man nicht nur Streaming Angebote und Möglichkeiten Titel zu downloaden, sondern man kann sich auch inspirieren lassen.

Unsere Favoriten sind Hypemachine, eine Online Sammlung auf der Songs von den verschiedensten Blogs zusammengetragen werden und eine eigene Favoriten-Playlist erstellt werden kann, Earmilk (US & Canada basiert), ein Blog der die neusten Hits und Underground Entdeckungen über alle Musik-Genres hinweg zugänglich macht und zuletzt Daytrotter, eine Plattform auf der täglich eine neue, etwa viertelstündige Musiksession, kostenfrei hörbar, runterladbar und exklusiv vorgestellt wird.

Wer sich noch anderweitige (oder passendere) Inspiration holen möchte kann dies zum Beispiel über last.fm machen. Die Seite, auch als App bei Spotify erhältlich oder mit Hypemachine zu verbinden, gibt Empfehlungen auf Grund deiner Vorlieben und Playlists. Zugleich kann man ununterbrochen, personalisiertes Radio hören.

Nach vielen Jahren eines Niedergangs der Musikindustrie wurde 2011 der Umsatzrückgang gestoppt und sogar ein Plus von 0,1% gemessen. Noch macht die digitale Musik nur 17 Prozent des Gesamtumsatzes der Musikindustrie aus, doch man darf gespannt sein wie die Entwicklung in 2012 sein wird. (Quelle)

Auf alle weiteren Angebote zu Musik im Web kommen wir in den Posts während unserer Themenwoche auf Facebook zu sprechen! Wir freuen uns, wenn Ihr dies noch weiter verfolgt.


Konsum mal anders: Collaborative Consumption

Frage: Was tun konsumfreudige Menschen im Jahr 2012, wenn sie geldsparend und umweltschonend konsumieren wollen? Antwort: Sie teilen.

Der Begriff „Collaborative Consumption“ tauchte das erste Mal in einer Publikation über Car Sharing auf – und zwar im Jahr 1978! Im Jahr 2010 war es laut dem Time Magazine eine der „10 ideas that will change the world“ und heute ist es ein Trend, der in vielen Bereichen bereits gelebt wird. Aber was ist Collaborative Consumption genau? Der Begriff steht für „den gemeinschaftlichen Konsum und das Teilen von persönlichen Dingen über das Internet“ (gruenderszene.de).  Es geht um die zeitlich begrenzte Nutzung und das Teilen anstatt um den Kauf eines Produktes oder einer Dienstleistung. Dieses neue gesellschaftliche Denken beschäftigt sich also weniger mit der Frage was wir konsumieren, sondern viel mehr damit wie wir es tun.

Das Tauschen und Teilen von Gütern ist keine neue Erfindung, aber durch die heutigen Technologien revolutioniert sich das Prinzip. Durch das Internet werden lokale Barrieren aufgehoben und lokal-gebundene Güter erfahren neue Möglichkeiten durch den Einsatz von mobilen Endgeräten (siehe Carzapp Beispiel).

Collaborative Consumption gibt es mittlerweile in vielen Bereichen unseres Lebens: Von der einfachen Online-Tauschbörse (z.B. www.swap.com) über Sharing-Modelle (z.B. www.car2go.com) bis hin zu ausgefallenen Plattformen wie z.B. www.grubwithus.com, welche Fremde für eine Mahlzeit zusammenbringt.

Wir möchten Euch in diesem Artikel drei unterschiedliche Konzepte aus ganz verschiedenen Bereichen vorstellen:

  1. Prestigegut Auto meets Sharing am Beispiel vom Start-up carzapp.net
  2. Traveling Books am Beispiel von bookmooch.com  und
  3. Tourists meet real homes am Beispiel von airbnb.com

Prestigegut Auto meets Sharing 

Der Trend des „Private Carsharings“ ist ein Geschäftsmodel im Bereich Autovermietung.  Menschen können Autos für einen bestimmten Zeitraum von anderen Privatpersonen mieten. Das Start-up Carzapp „ermöglicht es, Autos zwischen Privatpersonen einfach und sicher zu vermieten. Das spart Geld, schont die Umwelt und macht Spaß.“ (Carzapp.net)

Über ein Online-Portal werden die Besitzer mit den Suchenden vernetzt. Carzapp scheint mit seiner Hardwarelösung ZappKit auch das Problem der Schlüsselübergabe gelöst zu haben. Mit Hilfe der App kann der Autobesitzer festlegen, wer wann berechtigt ist das Auto zu nutzen. Der Mieter kann sein Smartphone wiederum als Autoschlüssel verwenden. Der Autobesitzer verdient mit der Vermietung Geld und über einen Dienstleister, wie Carzapp, ist das Automobil rundum versichert.  Auch für die Umwelt lohnt sich das Teilen des Autos: „Nutzer von Carsharing reduzieren ihren CO2-Ausstoß durchschnittlich um 1 Tonne pro Jahr! Dies entspricht etwa 10% des durchschnittlichen Ausstoßes pro Kopf in Deutschland.“(Carzapp.net) Das Berliner Start-up geht demnächst live. Dann wird sich zeigen ob das Peer-to-Peer-Konzept alltagstauglich ist und sich gegenüber seiner Carsharing-Konkurrenz (wie z.B. car2go) durchsetzen kann.

Traveling Books

BookMooch ist eine Tauschbörse für gebrauchte Bücher. Wenn ein Mitglied ein Buch weggibt erhält er im Gegenzug einen Punkt und kann diesen wiederum für ein anderes Buch auf BookMooch eintauschen. Wenn er das Buch ausgelesen hat, kann er es entweder behalten oder wieder auf die Reise schicken. Die Mitgliedschaft ist zwar kostenlos, allerdings fallen Postgebühren für das Versenden der eigenen Bücher an. Falls man nur Bücher abzugeben hat, kann man seine gesammelten Punkte auch an wohltätige Einrichtungen spenden. So kann zum Beispiel für jeden gespendeten Punkt ein Kind im Krankenhaus ein Buch an sein Bett geliefert bekommen. Die Bücher sind weltweit erhältlich. Für zusätzliche Versandkosten durch große Distanzen zwischen den Mitgliedern erhält der Versender mehr Punkte. Ein weiteres Feature sind die Wunschlisten. Hier können Buchpräferenzen hinterlegt werden und sobald das ersehnte Buch verfügbar ist und ausreichend Punkte vorhanden sind, wird es dem Mitglied automatisch zugesandt. Finanziert wird die Seite durch eine Kopplung an Amazon. Folgt man einem Link zu Amazon – da zum Beispiel das gewünschte Buch nicht auf BookMooch zu finden ist – und kauft es dann im Onlineshop, erhält BookMooch eine Provision. BookMooch hatte 2011 über 200.000 Mitglieder mit steigender Tendenz.

Tourists meet real homes

Die Seite Airbnb vermittelt weltweit private Unterkünfte. Hier ein Video zu dem Konzept. Warum solltest Du dieses Angebot nutzen? Sicherlich ist es nicht nur der Preis, denn nicht jede Unterkunft ist ein Schnäppchen. Es geht um viel mehr: Individualisiertes Reisen, „mittendrin“ anstatt „nur dabei“  sein und natürlich die Chance neue Menschen kennenzulernen. Warum solltest Du deine Wohnung zu Verfügung stellen? Weil Du so Menschen aus aller Welt kennenlernen kannst und gleichzeitig einen finanziellen Vorteil hast.

Airbnb ist eine visuell ansprechende Plattform mit einer zusätzlichen Mobile-Applikation. Der Community-Marktplatz wurde 2008 in San Francisco gegründet und hat bis dato circa 5 Mio. Nächte in über 19.000 Städten und 192 Ländern vermittelt. Nicht zu vergessen ist allerdings, dass es immer eine Portion Vertrauen seitens des Gastgebers und des Gastes braucht.  Was vielleicht vor einigen Jahren noch nicht denkbar war („Ich überlasse völlig Fremden meine Wohnung“), ist heute für viele ganz normal.

Was fällt uns bei den ganzen neuen Angeboten auf? Die Art des Konsumierens ändert sich. Natürlich gibt es immer noch viele Dinge, die wir weiterhin in Onlineshops bzw. im Ladengeschäft kaufen werden. Die neue Sharing-Kultur macht es allerdings nicht mehr nötig, alles zu besitzen was man benutzt.

Was haltet Ihr von der neuen Art des Konsumierens? Konsumiert Ihr lieber „klassisch“ über Onlineshops oder gefällt Euch der Peer-to-Peer Gedanke? Auf unserer Facebook-Seite stellen wir Euch in den folgenden zwei Wochen noch mehr interessante Anbieter für den Alltag oder besondere Anlässe vor. Vielleicht ist ja Eure nächste Lieblingsplattform dabei! Seid gespannt!


Crowdfunding – Mit Kleinem Großes schaffen

Crowdfunding ist eine neue Art der Finanzierung. Um es kurz zu machen:  Crowdfunding ist ein Weg für Leute (die „Crowd“) via Internet Ideen und „Bestrebungen“ zu finden in die sie glauben und diese zu finanzieren.

Das Konzept stammt ursprünglich aus den USA und wurde zunächst vor allem bei der Finanzierung von Musikproduktionen eingesetzt. Das amerikanische Portal Kickstarter wurde 2009 gelauncht und stellte einen neuen Weg dar um Kreativität zu fördern. Seitdem wurden über 200 Mio. € für Projekte zugesagt, 1.8 Mio. Menschen haben ihre Projekte vorgestellt und über 20.000 Projekte wurden erfolgreich finanziert. Kickstarter funktioniert nach dem „All or Nothing“ – System: Entweder wird das Finanzierungsziel erreicht und das bis dahin zugesagte Geld nach Ablauf der angegebenen Zeit ausgezahlt oder aber man erhält kein Geld.

Ablauf Crowdfunding

Doch auch in Deutschland entwickelt sich ein schnell wachsender Markt:
Im Jahr 2011 wurden insgesamt 458.000€ in 170 Projekte investiert. Allein im ersten Quartal 2012 liegt dieser Wert schon bei 240.000€, die auf 83 Projekte entfielen. Erfolgreiche Projekte haben im Durchschnitt 45 Unterstützer für sich begeistern können, die sich im Durchschnitt mit 64€ beteiligten. Prognosen für 2012 gehen von einem Finanzierungsvolumen von 1 Mio. € auf den fünf Hauptplattformen (inkubato, my Sherpa, pling, startnext und VisionBakery) aus.

Crowdfunding lohnt sich

Durch Crowdfunding kann eine Idee / ein Start-Up nicht nur finanzielle Hilfe generieren sondern sie erhält gleichzeitig Feedback, baut eine Community auf und gewinnt so an Reichweite und Bekanntheit.
Ein sehr erfolgreiches Projekt in Deutschland war u.a. das Projekt „Hartz IV Möbel“ von Prime Le Van Bo. Mit 442 Fans und 354 Supportern wurde das ursprüngliche Ziel von 5000€ um ca. 260% überfinanziert und hat damit diverse Startnext Rekorde gebrochen. Die damit erreichte Community ist nicht zu verachten.  Der Startnext Blog schreibt dazu: „Wenn man bedenkt, dass Konversationsraten im Internet-Commerce bei 1 bis 3 Prozent liegen, würde dies bedeuten, dass Le Van Bo ca. 17.000 Menschen mit seiner Kampagne erreichen musste, damit diese Anzahl „Buchkäufer und Unterstützer“ zusammenkommen.  Es ist davon auszugehen, dass die Konversationsrate bei seinen Fans höher liegt, vermutlich zwischen 5 und 7 Prozent. Dennoch hat er ein beachtliches Publikum erreicht.“

Als wichtige Regeln für eine erfolgreiche Crowdfunding Kampagne gilt es sich vorher schon um den Aufbau einer Community zu kümmern. Ein informatives und anschauliches Video kann dem Zuschauer leicht das Konzept und eine konkrete Vorstellung vermitteln. Die Unterstützer sollen spüren wie viel Herzblut in der eigenen Idee steckt. Dieses kann auch durch „Dankeschöns“ für die Unterstützenden geschehen. Individuelle „Geschenke“ nach Größe der Spende gestaffelt, ziehen oft Interessenten an, die sich so noch persönlicher beteiligt fühlen. Gerade wenn man die eigene Zielgruppe (gut) kennt, kann dies zu einem starken Plus führen. Generell gilt: Authentizität und Originalität gewinnt.

Crowdfunding als Plattform für jegliche Projekte

Ob Musik, Künstler, gemeinnützige Organisationen oder Vereine – für jeden findet sich die passende Plattform. Die zwei weltweit bekanntesten stammen aus den USA – Kickstarter und Indiegogo. Auf beiden Plattformen ist jegliche Art von Projekten vertreten, doch der Nischenmarkt bildet sich immer weiter aus. Wie genau sich der Markt verteilt und in welche Projekte am meisten investiert wird, ist anhand von Kickstarter in einer Grafik der New York Times sehr anschaulich verdeutlicht.

Die drei größten deutschen Plattformen sind auch eher generalistisch aufgestellt, doch Tedenzen sind erkennbar. Neben diesen gibt es noch viele kleine, die sich auf bestimmte Themen spezialisiert haben. An dieser Stelle gehen wir jedoch auf die drei bekanntesten Plattformen ein.

Startnext ist eine Crowdfunding-Plattform für Kreative, Künstler und Erfinder. Die Plattform ist seit September 2010 online und wurde von der Dresdener IT-Firma tyclipso entwickelt. Bevor das Projekt jedoch auf der Plattform freigegeben wird muss in einer Startphase eine notwendige Anzahl an Fans erreicht werden die abhängig von der gewählten Finanzierungssumme ist. Nach Erreichen der Fananzahl und Ablaufen der dafür verfügbaren 30 Tagen geht das Projekt in die Finanzierungsphase und ist nun offen für die geldliche Unterstützung. Die Plattform ist seit Mai 2011 gemeinnützig d.h. das Geld fließt zu 100% in das jeweilige Projekt.

Mysherpas ist im Gegensatz zu startnext.de keine gemeinnützige Plattform und erhebt eine Bearbeitungsgebühr von 10% bei erfolgreichem Abschluss des Projekts. Auf mysherpas.com findet man kreative und karitative Projekte, sowie Unternehmensgründungen jeder Art.
2011 hat mysherpas.com den Deutschen IPTV Award für das  „Bestes Geschäftsmodell“ gewonnen.

Sowie die anderen beiden Plattformen funktioniert auch Inkubato nach dem Alles-oder-Nichts-Prinzip. Wie bei mysherpas.com muss der Projektinitiator 10% Provision nach erfolgreichem Abschluss an die Plattform zahlen. Das erfolgreichste Projekt bei inkubato hat mit 107% Finanzierung bei 26.991€ abgeschlossen und ist ein „Dokumentarfilm über den Beat der Bar25, der zum Herzschlag eines Lebensgefühls wird.“

Einsatz von Crowdfunding für karitative Einrichtungen und Organisationen

Unter den deutschen Plattformen für Crowdfunding im sozialen Bereich ist Betterplace am bekanntesten. Die Plattform ist gemeinnützig und leitet die Spenden dadurch zu 100% an die jeweiligen Projektbetreiber weiter. Der Betrieb der Plattform wird zum einen durch Zahlungen von Organisationen finanziert, die sich hier präsentieren wollen, und zum anderen durch Spenden von Förderern an eine Stiftung. Um sich als Unterstützer überzeugen zu können, dass die Projekte seriös und gut durchdacht sind gibt es das System des „web of trust“. Sogenannte Projektbesucher und –fürsprecher, die sich das soziale Projekt vor Ort angesehen haben oder die Träger persönlich kennen, können Meinungen, Fotos oder Videos auf der Projektseite posten und bürgen somit gewissermaßen für die Seriosität des Vorhabens. Zudem haben die Unterstützer die Möglichkeit sich untereinander auszutauschen und somit das System der „Bewertung“ zu komplettieren.

Crowdfunding ist ein komplexes Thema und die Anzahl neuer Start-Ups macht die Übersicht nicht einfacher. Möchte man selber ein Projekt vorstellen und finanzieren lassen, sollte man sich vorher ganz genau umgucken und die passende Plattform für seine Idee finden. Noch ist das Volumen auf dem deutschen Markt ziemlich gering, doch in Prognosen steigend. Wir glauben, dass bei einem Projekt mit Herz und Verstand eine hohe Chance auf Unterstützung besteht.

Allerdings ist Crowdfunding nicht nur für Ideenumsetzer spannend, sondern auch für den Konsumenten. Dieser kann durch seine Unterstützung entscheiden welche Projekte umgesetzt werden und welche in der Versenkung bleiben.  Somit hat er die Macht über gelingen und nicht gelingen, sowie, welche neuen Produkte auf den Markt kommen.
Für Online-Shops kann die Beobachtung der Crowdfunding Plattformen auch interessant sein: neue Trends können herausgefiltert werden bzw. die Beliebtheit einzelner Ideen und Produkte beobachtet oder auch getestet werden. Hinzu kommt das Online-Shops mit den Projektvorstellenden in Kontakt treten könnten um eventuell Produkte frühzeitig oder gar exklusiv in ihrem Shop anzubieten.

Was sind Eure Zukunftsprognosen? Habt Ihr schonmal ein Projekt mitfinanziert oder gar selbst eins finanzieren lassen oder plant vielleicht dies in Zukunft zu tun? Lasst es uns wissen in den Kommentaren oder auf Facebook!


Abo-Commerce. Was steckt hinter dem neuen Hype?

Eigentlich keine Zeit, Lust sowieso nicht, viele und laute Geräusche, überall Gedränge und bis man das richtige gefunden hat, sind die Nerven überstrapaziert. In der Stadt shoppen zu gehen kann echt anstrengend sein, erst Recht wenn der ganze Aufwand nur für neue Socken ist, da zu Hause kein zusammenpassendes Paar mehr im Schrank liegt.

Durch Abo-Commerce erübrigt sich dieses Szenario und neben der Zeitersparnis und Bequemlichkeit hat man gleichzeitig noch einen (zumindest vordergründig) finanziellen Vorteil. Alles Aspekte, die den Abo-Commerce für den Konsumenten, insbesondere bei Low-Involvement Produkten, attraktiv machen.

Abo-Commerce funktioniert wie das Wort Abo schon sagt: man meldet sich bei einem Anbieter, der bestimmte Produkte im Abo anbietet, an, bezahlt und bekommt in regelmäßigen Abständen automatisch seine gewünschten Produkte zugeschickt.

Das Wort Abo(nnement) ist seit dem 18 Jahrhundert gebräuchlich und stammt aus dem französischen s’abonner à quelque chose – eine wiederkehrende Leistung bestellen. Einst startete das Abo im Nachrichten Bereich (Zeitungsabonnement) und wurde mit der Zeit auf weitere Bereiche wie Mobilfunk, Öffentliches Verkehrssystem (Bahncard) und Bezahlfernsehsender übertragen. Im Internet ist eine frühe Abo-Variante der RSS Feed und nun Abo-Commerce in seinen verschiedensten Formen.

Der Abo-Commerce im Aufschwung

Obwohl es als einer der großen Trends 2012 ausgeschrieben ist, besteht das System des Abo-Commerce schon seit längerem. Bereits 1999 begann die Schweizer Plattform Blacksocks.com Socken im Abo zu vertreiben.

Neu gestartet ist die Welle in den USA und ist mit der Zeit nach Deutschland übergeschwappt. Allein 22 Start-Ups wurden Anfang März 2012 von deutsche-startups.de vorgestellt.
Man merkt: Produktabos sind wieder stark im Kommen!

Längst haben auch Onlinehändler und Generalisten wie Amazon die Möglichkeit eines Abo-Kaufes in ihr Geschäftsmodell integriert. Hier kann man unter dem Namen „Spar-Abo“ Produkte mit 10% Vergünstigung im Abo erwerben. Das Abo ist flexibel – zu jeder Zeit anpassbar und kündbar.

Für den Händler ist das Abo-System ein lukratives Geschäft, solange das Prinzip des klassischen Modells beibehalten wird: Der Nutzer zahlt per Vorkasse und erhält das Produkt in regelmäßigen Abständen geliefert. Sofern nicht gekündigt wird, verlängert sich das Abo automatisch. Der Händler hat somit den großen Vorteil der Vorauszahlung und der damit einhergehenden genau möglichen Umsatzberechnung und schafft gleichzeitig eine langwährende Kundenbindung.
Auf der anderen Seite stellt dies gleichzeitig eine hohe Einstiegsbarriere dar und immer mehr Anbieter versuchen diese mit dem sogenannten „Soft-Subscription“- Modell zu umgehen um neue Kunden zu akquirieren. Mit diesem Modell gehen jedoch die Vorteile für den Händler verloren, da dieser auf eine feste Laufzeit verzichten sowie eine einfache Stornierung gewährleisten muss. Damit sind die oben genannten Vorteile nicht mehr vorhanden und der vorherige Dauerbesteller wird vorerst zum Einzelbesteller.

Um die Einstiegsbarriere in Abo-Modelle anders zu umgehen, gibt es in den USA den Ansatz das Abo-Model mit Testimonials aufzubauen. Im Fall von Beachmint wurden in den einzelnen Modellen Prominenz mit Expertise gepaart. Clever, da Beachmint einerseits auf die Bekanntheit und somit Reichweite des jeweiligen Prominenten zurückgreifen kann um das Produkt zu promoten und im nächsten Schritt mit Hilfe des Experten das Modell glaubhaft zu verkaufen. Im Bereich Schmuck (JewelMint) werden beispielsweise die Testimonals Kate Bosworth und Star-Stilistin Cher Coulter eingesetzt. Weiterhin gibt es drei weitere Abo-Modelle für die Bereiche Style, Beauty und Schuhe.
Das Unternehmen bekam nicht weniger als 75 Mio. $ Startkapital.

Ob sich das Konzept mit „Soft-Subscription“ halten kann und rentiert, ist fraglich. Eine Studie der KMPG und dem EHI Retail Institute ergab kürzlich, dass 41% der Befragten solche Dienste „bestimmt nicht“ oder „wahrscheinlich“ nicht nutzen wollen. 40% antworteten mit „vielleicht“ und nur 19% der Befragten gaben an, dass sie dieses Modell „bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ nutzen wollen.

Fast alle Nischen auf dem Markt sind schon besetzt
Die Vielzahl der Abo-Commerce Unternehmen und Start-Ups ist unglaublich.
Um einen kleinen Einblick zu ermöglichen, stellen wir Euch an dieser Stelle vier Unternehmen vor, die uns besonders gut gefallen:

Besonders interessant für die weibliche Leserschaft ist der ChicChickClub – ein Schuh Abo! Die Plattform ist ein Copycat des amerikanischen Start-Ups shoedazzle.com. Nach einem kurzen Style-Check wird der eigene Showroom, in dem man monatlich neue Produktvorschläge bekommt, kreiert. Schuhe gibt es ab 19,95€. Hierbei handelt es sich um ein Soft-Subscription Modell, bei dem der Kauf monatlich zurückgestellt werden kann. Nach Ablauf der ersten 8 Monate kann man sich zur Premiummitgliedschaft anmelden in der man Produkte vor anderen einsehen und kaufen kann, einen Rabatt von €5,- auf jedes Produkt im Showroom bekommt und Zugriff auf exklusive Specials und limitierte Kollektionen hat. Die Seite ist gut aufgebaut und was uns besonders gut gefällt: Zu vielen Schuhen gibt es auch die passende Tasche zu erwerben!

Weg von Schuhen und Taschen, geht es über in den Büroalltag. Um sich diesen zu versüßen und gleichzeitig gesund zu gestalten, gibt es das Angebot der bitebox.de. Bitebox sendet dir in jedem Paket vier Mixe, kreiert auf Basis deiner Angaben zu Snack-Vorlieben und den Mixbewertungen.
Die Box wird einmal (optional auch zweimal) die Woche in das Büro geschickt und es besteht jederzeit die Möglichkeit die Bitebox abzubestellen oder einen Urlaubstermin einzutragen, um für die Zeit die Lieferung auszusetzen. Kosten: 4,99€ pro Box.

Für die Kleinen oder Eltern, die nach Inspiration suchen, gibt es die wummelkiste.de. Nach Abschluss des Abonnements (Mindestlaufzeit von einem, drei oder 12 Monaten wählbar) wird monatlich eine neue Box gefüllt mit Materialien zum Basteln, Spielen und Lernen zugeschickt. Die Box ist zugeschnitten auf Kinder von 3-7 Jahren und fördert nach eigenen Angaben die verschiedenen Entwicklungsfelder (Sinne, Sprache, Denken, Bewegung/Motorik und Gefühle) der Kinder in diesem Alter. Die Wummelkiste gibt es ab 16,66€ pro Monat (bei Abschluss des Jahresabonnements).

Last but not least kommen wir zu kommtessen.de, ein Start-Up das sich um all die kümmert, die nicht genug Zeit zum Einkaufen finden oder nach neuen Inspirationen am Küchenherd suchen. Die Essenstüten werden montags geliefert und sind für drei- bis fünf Kochsessions vorgesehen. Ähnlich der Bitebox ist auch hier das Abo ohne Mindestlaufzeit und kann beliebig pausiert oder gekündigt werden. Die mitgelieferten Rezepte sind einfach nachzukochen und so kalkuliert, dass man nicht länger als eine halbe Stunde für die Zubereitung benötigt.

 

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Gedanke der uns gekommen ist:
Der Trend des Abo-Commerce und die individualisierten Ansätze, die teilweise mit Curated Shopping verbunden sind, stehen zwar natürlich für Zeiteinsparung und Bequemlichkeit, aber auf der anderen Seite ist es auch die persönliche und individuelle Ansprache die einen dazu neigen lässt solch ein Angebot auszuprobieren (ChicChickCLub, Glossybox usw.). Es gefällt uns, dass ein Unternehmen seinen Verkauf einzig auf einen selber zuschneidet und somit den eigenen Wünschen nachkommt, die Interessen nicht in der Masse untergehen. Wenn man genau überlegt, ist es allerdings genau dieser Wunsch, der nicht erfüllt wird. Der Wunsch nach Individualisierung weicht im letzten Schritt doch der Standardisierung. Wurde nicht das Paket, das der Postbote nach Hause oder ins Büro bringt aus dem gleichen Sortiment wie das tausend anderer ausgesucht? Wird es nicht am gleichen Tag von allen anderen ausgepackt, die alle das gleiche erblicken wie man selbst?

Habt ihr eine Meinung zu Abo-Commerce, habt ihr es vielleicht schon einmal getestet und seid total begeistert oder sogar enttäuscht worden? Kommentare können entweder unten oder auch gerne bei Facebook gepostet werden!


Hochzeit 2.0 – Meine Hochzeit online kaufen

Heutzutage kann man fast alles online kaufen. Wir möchten Euch in dieser Themenwoche vorstellen was der eCommerce bezüglich „Hochzeit“ zu bieten hat. Welche Online-Shops sind nützlich? Welche Tools gibt es? Und wo liegen die Grenzen der Hochzeit 2.0?

„Sie kann sich nicht entscheiden. Er hat ja eh keine Meinung.“

So oder so ähnlich fängt das Drama an. Hochzeitsvorbereitungen stellen jede noch  so gute Beziehung  auf die Probe. Es soll der schönste Tag des Lebens werden, aber wer hat heute schon Zeit für die zahlreichen Dinge die geplant, gekauft und abgeholt werden müssen?

Dank des heutigen Zeitalters geht das auch anders: Kauf deine Hochzeit einfach online! Kein lästiges Tüten schleppen, kein Zeitdruck bei der Kaufentscheidung und auch viel weniger Stress. Die Hochzeit kann von zu Hause aus geplant werden. Auf dem Sofa mit einem Glas Rotwein lässt es sich wunderbar durch die Welt der Hochzeiten stöbern.

Was man auch für seine Hochzeit braucht, in Onlineshops wie Weddix.de kann fast alles zum Thema Hochzeit bestellt werden. Die klassischen Shops wie Ebay.de oder DaWanda.de bieten ebenfalls Produkte zum Thema. Im Folgenden stellen wir Euch ein paar interessante Onlineshops zu verschiedenen Kategorien vor.

Onlineshops für Brautmode

Besonders gut gefallen hat uns Net-a-Porter.com. Der Onlineshop für Luxuskleidung hat eine eigene Hochzeitsrubrik. Hier gibt es Brautkleider, Accessoires, ausgewählte Kleidung für die Flitterwochen und viele Tipps und News zu aktuellen Trends. Fazit: Eine tolle Seite für alle Heiratswilligen. Besonders die detaillierten Informationen zur Größe und dem Schnitt der einzelnen Kleider finden wir sinnvoll und praktisch.

hochzeit, onlineshop, screenshot von net-a-porter-com

Net-a-Porter.com vertreibt allerdings Luxuskleidung mit entsprechenden Preisen und daher haben wir für die, die nicht so viel Geld ausgeben können bzw. wollen, zwei Alternativen gefunden: RecycledBride.de und Etsy.com bieten gebrauchte Hochzeitsmode in unterschiedlichen Preisklassen an.

Welche Tools sind hilfreich?

Es gibt viele Tools auf dem Markt, die das Organisieren und Planen des großen Tages vereinfachen sollen. Besonders praktisch finden wir den Galeria Hochzeitstisch und den Service von honeywish.net. In beiden Fällen ist die Nutzung der virtuellen Geschenklisten für das Brautpaar natürlich kostenlos.

virtueller Hochzeitstisch Galeria Kaufhof

Der virtuelle Hochzeitstisch von Galeria Kaufhof ist eine Möglichkeit seine Wunschliste in schöner Form zu gestalten und über einen Link zu teilen. Gäste können via Internet von überall auf der Welt auf diesen Hochzeitstisch zugreifen und ein Hochzeitsgeschenk auswählen und online bestellen. Die Entwickler von Galeria Kaufhof optimieren den Service kontinuierlich. Fazit: Die Seite ist liebevoll gestaltet und bietet hilfreiche Features sowie Tipps.

Wer mehr Wert auf eine unvergessliche Hochzeitsreise legt, sollte sich honeywish.net etwas genauer anschauen. Hier kann sich das Brautpaar kostenlos eine Liste mit allen Bestandteilen der individuellen Hochzeitsreise anlegen. Familie, Freunde und Bekannte können dann Stück für Stück die Flitterwochen finanzieren. Die Gäste wählen einen Punkt auf der Liste aus, bezahlen und drucken einen Gutschein aus. Honeywish.net kooperiert mit verschiedenen bekannten Reiseveranstaltern wie zum Beispiel TUI, DETOUR und Neckermann. Unser Fazit: Tolles Konzept, gerade für junge Menschen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, aber dafür viele großzügige Freunde.

Hochzeitstisch für Flitterwochen

Hochzeitstorte online bestellen

Der Online Lebensmittelhandel ist immer noch ein Nischenmarkt in Deutschland. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Universität Köln hat die Branche aber das Potential bis 2016 von aktuell 0,2 % auf 1,5 % des gesamten deutschen Lebensmittelmarktes anzuwachsen (Quelle: etailment.de). Passend dazu wollen wir Euch Deinetorte.de vorstellen. Der Onlineshop bietet Torten zu verschiedenen Anlässen an. Relativ neu ist das Angebot „Hochzeitstorten“. Hier kann man zwischen verschiedenen Designs wählen, die Geschmacksrichtung sowie Extras wie zum Beispiel die Farbe der Tortenbänder aussuchen. Einen Wunschtermin für die Lieferung kann man bei der Bestellung direkt mit angeben.

Onlineshop für Torten

Fazit: Deutsche sind skeptisch was das kaufen von Lebensmitteln über das Internet angeht. Gerade bei der Hochzeitstorte darf da nichts schief gehen. Die positiven Erfahrungsberichte über Deinetorte.de sprechen aber dafür dem Ganzen einfach mal eine Chance zu geben!

Das waren einige Tools, Produkte und Shops zum Thema Hochzeit 2.0. In den nächsten zwei Wochen werden wir Euch noch weitere Aspekte zu diesem Thema vorstellen. Seid gespannt! Wir freuen uns aber natürlich auch über Eure Gedanken und Meinungen.

Habt Ihr schon mit einigen Anbietern Erfahrungen gesammelt? Oder kennt noch andere tolle Seiten?


reCommerce oder: Wie werde ich bequem meine gebrauchten Sachen wieder los

Einer von „10 Trends, die die deutsche Gründerszene momentan bewegen“ und ein „Deutschland im Recycling-Fieber“ (deutschestartups.de), in dem  „Für clevere Konsumenten […]  „Eintauschen“ das neue Kaufen“ (trendwatching.com) bedeutet. Und bei ohne tüte stellen wir euch die nächsten zwei Wochen Shops, Marktplätze und Angebote rund um reCommerce vor. Doch was genau ist reCommerce eigentlich?

ReCommerce, kurz: der An- und Verkauf von Gebrauchtwaren, ist ein Trend den man nicht mehr unbeachtet lassen kann. Momox.de, einer der größten Anbieter auf dem deutschen Markt, beschäftigt 500 Mitarbeiter, hat mittlerweile über 18 Millionen Artikel angekauft, ist seit September 2011 auch Anbieter in Frankreich, England und Österreich und verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 74% auf inzwischen 40 Mio. € in 2011.

Laut trendwatching.com sind die drei treibenden Kräfte hinter dem reCommerce Phänomen:

  • NEXTISM: Konsumenten werden immer Lust auf spannende, neue Erlebnisse haben
  • STATUSPHERE: Smart und ökologisch bewusst Einkaufen und dabei Geld zu sparen wird ein immer größerer Statusbooster
  • EXCUSUMPTION: Konsumenten mit wenig Geld begrüßen neue, kreative Lösungen, wie sie weniger ausgeben, aber dennoch so viele Erlebnisse wie möglich haben können.

Zudem lassen sich bisher verschiedene Varianten des reCommerce finden. Einerseits besteht das generelle System „trade-in to trade-up“ („gewinnbringend eintauschen“). Hier werden Konsumenten aufgefordert auf den Wert ihrer alten Sachen zuzugreifen und gleichzeitig an neue, bessere Artikel zu gelangen. Ein Beispiel ist hier das französische Label A.P.C, die mit ihrer Butler-Worn-Out Serie Konsumenten aufgefordert haben ihre alte A.P.C. Hose einzutauschen und ein neues Paar für die Hälfte des Preises zu bekommen. Die alten Jeans wurden daraufhin repariert, mit den Initialen der vorherigen Benutzer versehen und wieder verkauft.

Cashing In“ ist die eine weitere Variante des reCommerce. Bei dieser Form von reCommerce verkauft der Konsument seine Besitztümer entweder direkt an die Plattform oder stellt seine zu verkaufenden Sachen auf einer Plattform ein und erhält dafür bei Verkauf eine Provision.
Für viele Kategorien von Artikeln findet man einen eigenen Marketplace. Für Fashion ist ASOS ein schönes Beispiel. Hier können die Fashionistas der Welt ihre Klamotten verkaufen. Erwähnenswert sind die oft sehr kunstvollen und individuellen Produktdarstellungen.

Um euch den Einstieg in den reCommerce zu erleichtern haben wir uns die verschiedenen „traditionellen“ Online Shops angeguckt.
Die Auswahl für den Ankauf ist oft auf Bücher, DVDs, CDs und Spiele begrenzt. Ein größeres Sortiment findet man bei rebuy.de, zoxs.de und momox.de. Diese drei Shops kaufen auch Elektronikartikel an wie zum Beispiel Handys oder Tablet PCs. Wirkaufens.de hingegen ist nur auf Elektronik spezialisiert und bietet eine große Bandbreite an Elektronikartikel die verkauft werden können – bis zum Babyfon ist alles dabei.
Medimops.de ist ein Shop in dem die verkauften Produkte auch wiederum günstig zu erwerben sind. Die einzige größere Plattform, die nicht nur ANkauft sondern auch VERkauft ist rebuy.de, die zudem auch visuell ansprechend bzw. übersichtlich gestaltet ist. Der Versand von eigenen Artikeln ist bei den meisten Shops kostenlos, während andere einen Mindesteinkaufswert von 10-30 Euro festsetzen. Erwähnenswert ist noch hitflip.de, die Artikel nicht ankaufen sondern als Plattform zum Tauschen agieren. Beim Verkauf von eigenen Artikeln erwirbt man Flips, mit denen man wieder andere Produkte erwerben kann.

Die Shops werden immer stärker ausgebaut und mit diesem Prozess zugleich findet der Aufbau von Communities statt. Eine stark wachsende Community nennt sich „Swishing“ und wurde 2007 in Großbritannien gegründet. Seitdem wächst sie beständig und breitet
sich auf alle weiteren Länder aus. Das Konzept ist simpel: „1.) Jeder muss mindestens ein Stück Qualitätskleidung mitbringen, 2.) Man hat eine halbe Stunde um sich umzugucken bevor der „Swish“ öffnet, 3.) Kein Kleidungsstück darf beschlagnahmt werden bevor der „Swish“ startet, 4.) Sobald der „Swish“ eröffnet ist, darf jeder nehmen was er möchte, 5.) Denken Sie daran, kein kratzen und beißen.“
Einen Swish kann jeder veranstalten, der Spaß daran findet.

Die Gründerin und CEO von Futerra Sustainability Communications sagt über Swishing:
„Save money, save the planet, have a party: swishing effortlessly touches all of these buttons. Swishing parties are for all those women who want to combine glamour, environmental protection and frugality.“ (Übers.: Rette Geld, rette den Planeten, hab eine Party: swishing verbindet mühelos all diese Punkte. Swishing Parties sind für all die Frauen, die Glamour mit Umweltschutz und Sparsamkeit vereinen wollen.).

Dies und noch viel, viel mehr gibt es zum reCommerce zu berichten. Habt ihr schon erste Erfahrungen sammeln können oder sind euch interessante Shops oder Projekte im Web aufgefallen?