Abo-Commerce. Was steckt hinter dem neuen Hype?

Eigentlich keine Zeit, Lust sowieso nicht, viele und laute Geräusche, überall Gedränge und bis man das richtige gefunden hat, sind die Nerven überstrapaziert. In der Stadt shoppen zu gehen kann echt anstrengend sein, erst Recht wenn der ganze Aufwand nur für neue Socken ist, da zu Hause kein zusammenpassendes Paar mehr im Schrank liegt.

Durch Abo-Commerce erübrigt sich dieses Szenario und neben der Zeitersparnis und Bequemlichkeit hat man gleichzeitig noch einen (zumindest vordergründig) finanziellen Vorteil. Alles Aspekte, die den Abo-Commerce für den Konsumenten, insbesondere bei Low-Involvement Produkten, attraktiv machen.

Abo-Commerce funktioniert wie das Wort Abo schon sagt: man meldet sich bei einem Anbieter, der bestimmte Produkte im Abo anbietet, an, bezahlt und bekommt in regelmäßigen Abständen automatisch seine gewünschten Produkte zugeschickt.

Das Wort Abo(nnement) ist seit dem 18 Jahrhundert gebräuchlich und stammt aus dem französischen s’abonner à quelque chose – eine wiederkehrende Leistung bestellen. Einst startete das Abo im Nachrichten Bereich (Zeitungsabonnement) und wurde mit der Zeit auf weitere Bereiche wie Mobilfunk, Öffentliches Verkehrssystem (Bahncard) und Bezahlfernsehsender übertragen. Im Internet ist eine frühe Abo-Variante der RSS Feed und nun Abo-Commerce in seinen verschiedensten Formen.

Der Abo-Commerce im Aufschwung

Obwohl es als einer der großen Trends 2012 ausgeschrieben ist, besteht das System des Abo-Commerce schon seit längerem. Bereits 1999 begann die Schweizer Plattform Blacksocks.com Socken im Abo zu vertreiben.

Neu gestartet ist die Welle in den USA und ist mit der Zeit nach Deutschland übergeschwappt. Allein 22 Start-Ups wurden Anfang März 2012 von deutsche-startups.de vorgestellt.
Man merkt: Produktabos sind wieder stark im Kommen!

Längst haben auch Onlinehändler und Generalisten wie Amazon die Möglichkeit eines Abo-Kaufes in ihr Geschäftsmodell integriert. Hier kann man unter dem Namen „Spar-Abo“ Produkte mit 10% Vergünstigung im Abo erwerben. Das Abo ist flexibel – zu jeder Zeit anpassbar und kündbar.

Für den Händler ist das Abo-System ein lukratives Geschäft, solange das Prinzip des klassischen Modells beibehalten wird: Der Nutzer zahlt per Vorkasse und erhält das Produkt in regelmäßigen Abständen geliefert. Sofern nicht gekündigt wird, verlängert sich das Abo automatisch. Der Händler hat somit den großen Vorteil der Vorauszahlung und der damit einhergehenden genau möglichen Umsatzberechnung und schafft gleichzeitig eine langwährende Kundenbindung.
Auf der anderen Seite stellt dies gleichzeitig eine hohe Einstiegsbarriere dar und immer mehr Anbieter versuchen diese mit dem sogenannten „Soft-Subscription“- Modell zu umgehen um neue Kunden zu akquirieren. Mit diesem Modell gehen jedoch die Vorteile für den Händler verloren, da dieser auf eine feste Laufzeit verzichten sowie eine einfache Stornierung gewährleisten muss. Damit sind die oben genannten Vorteile nicht mehr vorhanden und der vorherige Dauerbesteller wird vorerst zum Einzelbesteller.

Um die Einstiegsbarriere in Abo-Modelle anders zu umgehen, gibt es in den USA den Ansatz das Abo-Model mit Testimonials aufzubauen. Im Fall von Beachmint wurden in den einzelnen Modellen Prominenz mit Expertise gepaart. Clever, da Beachmint einerseits auf die Bekanntheit und somit Reichweite des jeweiligen Prominenten zurückgreifen kann um das Produkt zu promoten und im nächsten Schritt mit Hilfe des Experten das Modell glaubhaft zu verkaufen. Im Bereich Schmuck (JewelMint) werden beispielsweise die Testimonals Kate Bosworth und Star-Stilistin Cher Coulter eingesetzt. Weiterhin gibt es drei weitere Abo-Modelle für die Bereiche Style, Beauty und Schuhe.
Das Unternehmen bekam nicht weniger als 75 Mio. $ Startkapital.

Ob sich das Konzept mit „Soft-Subscription“ halten kann und rentiert, ist fraglich. Eine Studie der KMPG und dem EHI Retail Institute ergab kürzlich, dass 41% der Befragten solche Dienste „bestimmt nicht“ oder „wahrscheinlich“ nicht nutzen wollen. 40% antworteten mit „vielleicht“ und nur 19% der Befragten gaben an, dass sie dieses Modell „bestimmt“ oder „wahrscheinlich“ nutzen wollen.

Fast alle Nischen auf dem Markt sind schon besetzt
Die Vielzahl der Abo-Commerce Unternehmen und Start-Ups ist unglaublich.
Um einen kleinen Einblick zu ermöglichen, stellen wir Euch an dieser Stelle vier Unternehmen vor, die uns besonders gut gefallen:

Besonders interessant für die weibliche Leserschaft ist der ChicChickClub – ein Schuh Abo! Die Plattform ist ein Copycat des amerikanischen Start-Ups shoedazzle.com. Nach einem kurzen Style-Check wird der eigene Showroom, in dem man monatlich neue Produktvorschläge bekommt, kreiert. Schuhe gibt es ab 19,95€. Hierbei handelt es sich um ein Soft-Subscription Modell, bei dem der Kauf monatlich zurückgestellt werden kann. Nach Ablauf der ersten 8 Monate kann man sich zur Premiummitgliedschaft anmelden in der man Produkte vor anderen einsehen und kaufen kann, einen Rabatt von €5,- auf jedes Produkt im Showroom bekommt und Zugriff auf exklusive Specials und limitierte Kollektionen hat. Die Seite ist gut aufgebaut und was uns besonders gut gefällt: Zu vielen Schuhen gibt es auch die passende Tasche zu erwerben!

Weg von Schuhen und Taschen, geht es über in den Büroalltag. Um sich diesen zu versüßen und gleichzeitig gesund zu gestalten, gibt es das Angebot der bitebox.de. Bitebox sendet dir in jedem Paket vier Mixe, kreiert auf Basis deiner Angaben zu Snack-Vorlieben und den Mixbewertungen.
Die Box wird einmal (optional auch zweimal) die Woche in das Büro geschickt und es besteht jederzeit die Möglichkeit die Bitebox abzubestellen oder einen Urlaubstermin einzutragen, um für die Zeit die Lieferung auszusetzen. Kosten: 4,99€ pro Box.

Für die Kleinen oder Eltern, die nach Inspiration suchen, gibt es die wummelkiste.de. Nach Abschluss des Abonnements (Mindestlaufzeit von einem, drei oder 12 Monaten wählbar) wird monatlich eine neue Box gefüllt mit Materialien zum Basteln, Spielen und Lernen zugeschickt. Die Box ist zugeschnitten auf Kinder von 3-7 Jahren und fördert nach eigenen Angaben die verschiedenen Entwicklungsfelder (Sinne, Sprache, Denken, Bewegung/Motorik und Gefühle) der Kinder in diesem Alter. Die Wummelkiste gibt es ab 16,66€ pro Monat (bei Abschluss des Jahresabonnements).

Last but not least kommen wir zu kommtessen.de, ein Start-Up das sich um all die kümmert, die nicht genug Zeit zum Einkaufen finden oder nach neuen Inspirationen am Küchenherd suchen. Die Essenstüten werden montags geliefert und sind für drei- bis fünf Kochsessions vorgesehen. Ähnlich der Bitebox ist auch hier das Abo ohne Mindestlaufzeit und kann beliebig pausiert oder gekündigt werden. Die mitgelieferten Rezepte sind einfach nachzukochen und so kalkuliert, dass man nicht länger als eine halbe Stunde für die Zubereitung benötigt.

 

 

Zum Abschluss noch ein kleiner Gedanke der uns gekommen ist:
Der Trend des Abo-Commerce und die individualisierten Ansätze, die teilweise mit Curated Shopping verbunden sind, stehen zwar natürlich für Zeiteinsparung und Bequemlichkeit, aber auf der anderen Seite ist es auch die persönliche und individuelle Ansprache die einen dazu neigen lässt solch ein Angebot auszuprobieren (ChicChickCLub, Glossybox usw.). Es gefällt uns, dass ein Unternehmen seinen Verkauf einzig auf einen selber zuschneidet und somit den eigenen Wünschen nachkommt, die Interessen nicht in der Masse untergehen. Wenn man genau überlegt, ist es allerdings genau dieser Wunsch, der nicht erfüllt wird. Der Wunsch nach Individualisierung weicht im letzten Schritt doch der Standardisierung. Wurde nicht das Paket, das der Postbote nach Hause oder ins Büro bringt aus dem gleichen Sortiment wie das tausend anderer ausgesucht? Wird es nicht am gleichen Tag von allen anderen ausgepackt, die alle das gleiche erblicken wie man selbst?

Habt ihr eine Meinung zu Abo-Commerce, habt ihr es vielleicht schon einmal getestet und seid total begeistert oder sogar enttäuscht worden? Kommentare können entweder unten oder auch gerne bei Facebook gepostet werden!


Galeria Hochzeitstisch – Ein Interview mit Dr. Maik Münzinger

Bereits letzten Sonntag, zu Beginn der Themenwoche „Hochzeit 2.0“  haben wir den Galeria Hochzeitstisch kurz beschrieben. Dr. Maik Münzinger, verantwortlicher Projektleiter im Bereich „Multi-Channel Retail“ der GALERIA Kaufhof GmbH, stand für ein Interview bereit.

Herr Dr. Münzinger, wie entstand der virtuelle Hochzeitstisch von Galeria Kaufhof?

Galeria Kaufhof hatte als Multispezialist schon immer ein sehr breites Sortiment und war daher oft Anlaufstelle Nr. 1 beim klassischen Hochzeitstisch. Mitte der 90er Jahre wurden alle Filialen miteinander vernetzt und die Hochzeitsliste war das erste Mal auch an anderen Standorten einsehbar. 2008 entstand dann die Online-Plattform „Galeria Hochzeit“. Bei über 600.000 Artikeln bot sich das Web 2.0 einfach an.

Wie erstelle ich denn nun einen Hochzeitstisch? 

Sie kommen in eine unserer über 100 Filialen in ganz Deutschland, melden sich beim Geschenkservice an und suchen dann nach Belieben Ihre Wunschgeschenke aus. Wenn gewünscht, wird Ihnen ein persönlicher Geschenkberater an die Seite gestellt. Zum guten Schluss kann die Geschenkliste dann über einen Link mit allen Gästen geteilt werden.

Sie verfolgen den Multi-Channel-Retail-Ansatz. Wie ist die momentane Verteilung unter den Hochzeitsgästen – mehr Online- oder Offlinekäufe?

Sowohl als auch. Wenn man den stationären Verkauf mit der Internetvariante vergleicht, liegen wir ungefähr bei einer Verteilung von 60% zu 40%.  Grundsätzlich bieten wir fünf verschiedene Optionen an: Man kann das Geschenk in der Filiale erwerben, in der das Hochzeitspaar den Tisch erstellt hat oder man kauft den Artikel in einer anderen Filiale in Deutschland. Weitere Möglichkeiten sind die Online-Bestellung mit Lieferung nach Hause oder direkt zum Brautpaar. Letzteres beinhaltet eine kostenlose Geschenkverpackung. Das Hochzeitspaar bestimmt dann Tag und Ort der Lieferung, also zum Beispiel am Tag selbst zum Veranstaltungsort oder ganz praktisch einen Tag später nach Hause. Die fünfte Option ist die Online-Reservierung. Diese ist die beliebteste Online-Variante. Gästen ist es sehr wichtig, dass sie etwas schenken, das ihnen selber gefällt und so können sie sich den Artikel frühzeitig sichern. Das Produkt kann dann später online oder stationär erworben werden.

Vielen sind die Online-Optionen bei einem Traditionsthema wie Hochzeit zu unpersönlich. Sie haben schon einige Features eingebaut, die dem entgegenwirken sollen. Welche sind das und wie häufig wird davon Gebrauch gemacht?

Die Brautpaare haben die Möglichkeit mit ihren Wunschgeschenken Fotos vor Ort während des Aussuchens zu machen. Ich habe das Ganze bereits selbst hautnah miterleben dürfen und kann sagen: Die Paare sind kreativ. Da wird mit Pfannen Tennis gespielt oder aus Handtüchern werden Turbane kreiert. So entstehen sehr persönliche Fotos, welche die Paare dann zu Hause hochladen können. Warum die Paare das selber machen? Die Verliebten sollen selber entscheiden, welche Fotos veröffentlicht werden sollen und welche nicht. Durchschnittlich nutzt jedes zweite Paar diese Möglichkeit. Letztes Jahr wurden ca. 20.000 Bilder hochgeladen und mit Gästen geteilt. Wir freuen uns, dass die Idee so gut ankommt.

Natürlich haben wir auch noch andere interaktive Funktionen auf unserer Seite eingebaut: Man kann Kommentare zu den Fotos hinterlassen, das Paar kann eigene Texte zu den Produkten verfassen, ein Gästebuch sowie ein Tagebuch sind vorhanden, ein Willkommensvideo kann hochgeladen werden und es gibt einen eigenen Blog. Zusammenfassend kann ich also sagen: Wir bieten eine komplette Hochzeitshomepage an.

Sie haben erwähnt, dass gegenwärtig über 600.000 Produkte zur Auswahl stehen. Wie unterscheidet sich das heutige Einkaufsverhalten von früher?

beliebtes HochzeitsgeschenkFrüher waren Haushaltsgegenstände die klassi­schen Geschenke. Heute wünschen sich Paare exklusive Dinge. Unser Renner auf der letzten Hochzeitsmesse war zum Beispiel ein Toaster mit Swarovski Kristallen. Paare möchten Sachen, die sie toll finden, sich aber selber nicht kaufen würden.

Was passiert wenn das Paar unbedingt ein Produkt haben möchte, das Galeria Kaufhof nicht im Sortiment hat?

Das ist kein Problem. Wir haben fast immer die Möglichkeit den gewünschten Artikel über einen unserer Lieferanten zu bestellen. Hier besteht dann allerdings Abnahmepflicht, da wir das Produkt nicht mehr anderweitig verkaufen können. Bei Produkten aus unserem Sortiment garantieren wir hingegen die Verfügbarkeit ohne eine Pflicht zum Kauf.

Wie sieht die Zukunft des virtuellen Hochzeitstisches aus?

Persönliche Beratung wird sehr geschätzt. Daher geht der Weg der Paare immer noch zuerst in die Filiale. Unsere Online-Plattform soll aber soweit ausgebaut werden, dass die Möglichkeit besteht, den kompletten Prozess online zu gestalten. Unser Onlineshop wurde im Oktober 2011 neu gelauncht und bietet nun auch das entsprechende Sortiment für diesen Weg. Der Plan ist es, den virtuellen Hochzeitstisch kontinuierlich auszubauen. Allerdings soll nicht auf einen persönlichen Ansprechpartner verzichtet werden müssen – ob stationär oder online, ein Geschenkberater soll zu Verfügung stehen.

Vielen Dank für das Interview, Herr Dr. Münzinger. Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen und wünschen Ihnen viel Erfolg in der Zukunft.


Hochzeit 2.0 – Meine Hochzeit online kaufen

Heutzutage kann man fast alles online kaufen. Wir möchten Euch in dieser Themenwoche vorstellen was der eCommerce bezüglich „Hochzeit“ zu bieten hat. Welche Online-Shops sind nützlich? Welche Tools gibt es? Und wo liegen die Grenzen der Hochzeit 2.0?

„Sie kann sich nicht entscheiden. Er hat ja eh keine Meinung.“

So oder so ähnlich fängt das Drama an. Hochzeitsvorbereitungen stellen jede noch  so gute Beziehung  auf die Probe. Es soll der schönste Tag des Lebens werden, aber wer hat heute schon Zeit für die zahlreichen Dinge die geplant, gekauft und abgeholt werden müssen?

Dank des heutigen Zeitalters geht das auch anders: Kauf deine Hochzeit einfach online! Kein lästiges Tüten schleppen, kein Zeitdruck bei der Kaufentscheidung und auch viel weniger Stress. Die Hochzeit kann von zu Hause aus geplant werden. Auf dem Sofa mit einem Glas Rotwein lässt es sich wunderbar durch die Welt der Hochzeiten stöbern.

Was man auch für seine Hochzeit braucht, in Onlineshops wie Weddix.de kann fast alles zum Thema Hochzeit bestellt werden. Die klassischen Shops wie Ebay.de oder DaWanda.de bieten ebenfalls Produkte zum Thema. Im Folgenden stellen wir Euch ein paar interessante Onlineshops zu verschiedenen Kategorien vor.

Onlineshops für Brautmode

Besonders gut gefallen hat uns Net-a-Porter.com. Der Onlineshop für Luxuskleidung hat eine eigene Hochzeitsrubrik. Hier gibt es Brautkleider, Accessoires, ausgewählte Kleidung für die Flitterwochen und viele Tipps und News zu aktuellen Trends. Fazit: Eine tolle Seite für alle Heiratswilligen. Besonders die detaillierten Informationen zur Größe und dem Schnitt der einzelnen Kleider finden wir sinnvoll und praktisch.

hochzeit, onlineshop, screenshot von net-a-porter-com

Net-a-Porter.com vertreibt allerdings Luxuskleidung mit entsprechenden Preisen und daher haben wir für die, die nicht so viel Geld ausgeben können bzw. wollen, zwei Alternativen gefunden: RecycledBride.de und Etsy.com bieten gebrauchte Hochzeitsmode in unterschiedlichen Preisklassen an.

Welche Tools sind hilfreich?

Es gibt viele Tools auf dem Markt, die das Organisieren und Planen des großen Tages vereinfachen sollen. Besonders praktisch finden wir den Galeria Hochzeitstisch und den Service von honeywish.net. In beiden Fällen ist die Nutzung der virtuellen Geschenklisten für das Brautpaar natürlich kostenlos.

virtueller Hochzeitstisch Galeria Kaufhof

Der virtuelle Hochzeitstisch von Galeria Kaufhof ist eine Möglichkeit seine Wunschliste in schöner Form zu gestalten und über einen Link zu teilen. Gäste können via Internet von überall auf der Welt auf diesen Hochzeitstisch zugreifen und ein Hochzeitsgeschenk auswählen und online bestellen. Die Entwickler von Galeria Kaufhof optimieren den Service kontinuierlich. Fazit: Die Seite ist liebevoll gestaltet und bietet hilfreiche Features sowie Tipps.

Wer mehr Wert auf eine unvergessliche Hochzeitsreise legt, sollte sich honeywish.net etwas genauer anschauen. Hier kann sich das Brautpaar kostenlos eine Liste mit allen Bestandteilen der individuellen Hochzeitsreise anlegen. Familie, Freunde und Bekannte können dann Stück für Stück die Flitterwochen finanzieren. Die Gäste wählen einen Punkt auf der Liste aus, bezahlen und drucken einen Gutschein aus. Honeywish.net kooperiert mit verschiedenen bekannten Reiseveranstaltern wie zum Beispiel TUI, DETOUR und Neckermann. Unser Fazit: Tolles Konzept, gerade für junge Menschen, die nicht die finanziellen Möglichkeiten haben, aber dafür viele großzügige Freunde.

Hochzeitstisch für Flitterwochen

Hochzeitstorte online bestellen

Der Online Lebensmittelhandel ist immer noch ein Nischenmarkt in Deutschland. Laut einer Studie der Unternehmensberatung A.T. Kearney und der Universität Köln hat die Branche aber das Potential bis 2016 von aktuell 0,2 % auf 1,5 % des gesamten deutschen Lebensmittelmarktes anzuwachsen (Quelle: etailment.de). Passend dazu wollen wir Euch Deinetorte.de vorstellen. Der Onlineshop bietet Torten zu verschiedenen Anlässen an. Relativ neu ist das Angebot „Hochzeitstorten“. Hier kann man zwischen verschiedenen Designs wählen, die Geschmacksrichtung sowie Extras wie zum Beispiel die Farbe der Tortenbänder aussuchen. Einen Wunschtermin für die Lieferung kann man bei der Bestellung direkt mit angeben.

Onlineshop für Torten

Fazit: Deutsche sind skeptisch was das kaufen von Lebensmitteln über das Internet angeht. Gerade bei der Hochzeitstorte darf da nichts schief gehen. Die positiven Erfahrungsberichte über Deinetorte.de sprechen aber dafür dem Ganzen einfach mal eine Chance zu geben!

Das waren einige Tools, Produkte und Shops zum Thema Hochzeit 2.0. In den nächsten zwei Wochen werden wir Euch noch weitere Aspekte zu diesem Thema vorstellen. Seid gespannt! Wir freuen uns aber natürlich auch über Eure Gedanken und Meinungen.

Habt Ihr schon mit einigen Anbietern Erfahrungen gesammelt? Oder kennt noch andere tolle Seiten?


Das Verkaufen und Erwerben von Marken- und Designermode leicht gemacht – Ein Interview mit dem Start-Up Buddy & Selly

Die reCommerce Plattformen sind zahlreich im Netz vertreten und einige haben wir euch auch schon vorgestellt. In dem Zuge unserer Themenwochen suchen wir immer nach interessanten Start-Ups und sind diesmal schnell fündig geworden: Buddy & Selly, das sich mit dem An- und Verkauf von Marken- und Designermode auseinandersetzt.
Um euch das Start-Up näher vorzustellen, haben wir ein kleines Interview mit Karo (Manager Online Channel) von Buddy & Selly geführt:

Hallo Karo! Du bist mit am Aufbau des neuen reCommerce Start-Ups Buddy & Selly beteiligt. Was genau ist die Idee hinter Buddy & Selly und was ist das Besondere an euch?

Buddy & Selly kauft und verkauft Second Hand Marken- und Designermode. Von privat und für privat. Das klingt zunächst nach klassischem Second Hand – Geschäft, es steckt aber noch ein wenig mehr dahinter.
Das besondere an Buddy & Selly ist, dass wir für den Verkäufer, die Trennung von seinen Kleidungsstücken so einfach wie möglich gestalten.
Wer kennt das nicht? Der Kleiderschrank ist voll, man hat selbst oft zu wenig Zeit die Sachen bei ebay einzustellen. Im Second Hand Geschäft hingegen muss man oft lange auf seine Kommission warten.
Diese Barrieren wollen wir dem aktuellen Besitzer nehmen. Buddy & Selly  kann man die Sachen aus ganz Deutschland per Post zuschicken. In Hamburg kommen wir auch persönlich vorbei um die guten Stücke abzuholen und schon bald öffnet unser erster Ankaufsshop – auch hier in Hamburg. Außerdem bekommt man bei Buddy & Selly sein Geld sofort, also kein langes Warten auf die Kommission.
Den Käufern auf der anderen Seite, wollen wir online ein richtiges Einkaufserlebnis bieten ohne „Second Hand – Beigeschmack“.
Außerdem prüfen wir die Artikel eingehend auf Echtheit und Originalität bevor wir etwas ankaufen und stellen sicher, dass sich alles in einwandfreiem Zustand befindet. So versuchen wir für beide Seiten das Beste rauszuholen: Der Verkäufer hat auf unkompliziertem Weg wieder Platz im Schrank, und der Käufer freut sich über Marken- und Designermode zum smarten Preis.

Ihr startet Euren Verkauf mit einem eBay-Shop und wollt in Kürze einen Ankaufshop in Hamburg eröffnen. Ist Hamburg euer bevorzugtes Pflaster oder sind weitere Shops in anderen Städten bzw. andere Marktplätze im Internet geplant?

Richtig, zunächst starten wir den Verkauf über ebay, halten aber gleichzeitig Ausschau nach anderen geeigneten Marktplätzen. Später könnten wir uns auch gut eine eigene Plattform vorstellen. Dass wir unseren ersten Ankaufsshop in Hamburg eröffnen, hat für uns vor allem logistische Gründe. Hier haben wir unsere Basis und können erste Erfahrungen sammeln. Die Eröffnung in Hamburg soll aber nur der Startschuss für Buddy & Selly in weiteren deutschen Städten sein.

Auf eurer Internetseite wird erwähnt, dass mit jedem Ankauf die Projekte von „Save the Children“ unterstützt werden. Wie genau funktioniert die Kooperation?

Die Kooperation mit „Save The Children“ liegt uns ganz besonders am Herzen. Mit jedem Ankauf den wir tätigen, spenden wir zugunsten der Projekte von „Save the Children“.
Die Gelder werden dort nach Dringlichkeit unterschiedlichen Projekten zugeordnet.

Eine Frage zum Abschluss: Was erwartet ihr vom reCommerce-Markt und was ist deine Einschätzung für die Zukunft?

In der Modeszene ist das Thema reCommerce unter dem Begriff „Vintage“  schon länger verankert. Wir möchten das Thema gerne weiter entwickeln und vor allem professionalisieren. Dies geht auch mit der Ansprache neuer Zielgruppen einher. Und genau da sehen wir auch die Trends für die Zukunft – immer mehr Konsumenten werden sich bei neuen Anschaffungen Gedanken zu Wiederverwendungsmöglichkeiten machen und das weit über Luxusartikel hinaus – vorausgesetzt es ist unkompliziert – für beide Seiten.

Karo, wir danken Dir für das Interview und wünschen Euch für die Zukunft viel Erfolg mit Buddy & Selly!


reCommerce oder: Wie werde ich bequem meine gebrauchten Sachen wieder los

Einer von „10 Trends, die die deutsche Gründerszene momentan bewegen“ und ein „Deutschland im Recycling-Fieber“ (deutschestartups.de), in dem  „Für clevere Konsumenten […]  „Eintauschen“ das neue Kaufen“ (trendwatching.com) bedeutet. Und bei ohne tüte stellen wir euch die nächsten zwei Wochen Shops, Marktplätze und Angebote rund um reCommerce vor. Doch was genau ist reCommerce eigentlich?

ReCommerce, kurz: der An- und Verkauf von Gebrauchtwaren, ist ein Trend den man nicht mehr unbeachtet lassen kann. Momox.de, einer der größten Anbieter auf dem deutschen Markt, beschäftigt 500 Mitarbeiter, hat mittlerweile über 18 Millionen Artikel angekauft, ist seit September 2011 auch Anbieter in Frankreich, England und Österreich und verzeichnete einen Umsatzzuwachs von 74% auf inzwischen 40 Mio. € in 2011.

Laut trendwatching.com sind die drei treibenden Kräfte hinter dem reCommerce Phänomen:

  • NEXTISM: Konsumenten werden immer Lust auf spannende, neue Erlebnisse haben
  • STATUSPHERE: Smart und ökologisch bewusst Einkaufen und dabei Geld zu sparen wird ein immer größerer Statusbooster
  • EXCUSUMPTION: Konsumenten mit wenig Geld begrüßen neue, kreative Lösungen, wie sie weniger ausgeben, aber dennoch so viele Erlebnisse wie möglich haben können.

Zudem lassen sich bisher verschiedene Varianten des reCommerce finden. Einerseits besteht das generelle System „trade-in to trade-up“ („gewinnbringend eintauschen“). Hier werden Konsumenten aufgefordert auf den Wert ihrer alten Sachen zuzugreifen und gleichzeitig an neue, bessere Artikel zu gelangen. Ein Beispiel ist hier das französische Label A.P.C, die mit ihrer Butler-Worn-Out Serie Konsumenten aufgefordert haben ihre alte A.P.C. Hose einzutauschen und ein neues Paar für die Hälfte des Preises zu bekommen. Die alten Jeans wurden daraufhin repariert, mit den Initialen der vorherigen Benutzer versehen und wieder verkauft.

Cashing In“ ist die eine weitere Variante des reCommerce. Bei dieser Form von reCommerce verkauft der Konsument seine Besitztümer entweder direkt an die Plattform oder stellt seine zu verkaufenden Sachen auf einer Plattform ein und erhält dafür bei Verkauf eine Provision.
Für viele Kategorien von Artikeln findet man einen eigenen Marketplace. Für Fashion ist ASOS ein schönes Beispiel. Hier können die Fashionistas der Welt ihre Klamotten verkaufen. Erwähnenswert sind die oft sehr kunstvollen und individuellen Produktdarstellungen.

Um euch den Einstieg in den reCommerce zu erleichtern haben wir uns die verschiedenen „traditionellen“ Online Shops angeguckt.
Die Auswahl für den Ankauf ist oft auf Bücher, DVDs, CDs und Spiele begrenzt. Ein größeres Sortiment findet man bei rebuy.de, zoxs.de und momox.de. Diese drei Shops kaufen auch Elektronikartikel an wie zum Beispiel Handys oder Tablet PCs. Wirkaufens.de hingegen ist nur auf Elektronik spezialisiert und bietet eine große Bandbreite an Elektronikartikel die verkauft werden können – bis zum Babyfon ist alles dabei.
Medimops.de ist ein Shop in dem die verkauften Produkte auch wiederum günstig zu erwerben sind. Die einzige größere Plattform, die nicht nur ANkauft sondern auch VERkauft ist rebuy.de, die zudem auch visuell ansprechend bzw. übersichtlich gestaltet ist. Der Versand von eigenen Artikeln ist bei den meisten Shops kostenlos, während andere einen Mindesteinkaufswert von 10-30 Euro festsetzen. Erwähnenswert ist noch hitflip.de, die Artikel nicht ankaufen sondern als Plattform zum Tauschen agieren. Beim Verkauf von eigenen Artikeln erwirbt man Flips, mit denen man wieder andere Produkte erwerben kann.

Die Shops werden immer stärker ausgebaut und mit diesem Prozess zugleich findet der Aufbau von Communities statt. Eine stark wachsende Community nennt sich „Swishing“ und wurde 2007 in Großbritannien gegründet. Seitdem wächst sie beständig und breitet
sich auf alle weiteren Länder aus. Das Konzept ist simpel: „1.) Jeder muss mindestens ein Stück Qualitätskleidung mitbringen, 2.) Man hat eine halbe Stunde um sich umzugucken bevor der „Swish“ öffnet, 3.) Kein Kleidungsstück darf beschlagnahmt werden bevor der „Swish“ startet, 4.) Sobald der „Swish“ eröffnet ist, darf jeder nehmen was er möchte, 5.) Denken Sie daran, kein kratzen und beißen.“
Einen Swish kann jeder veranstalten, der Spaß daran findet.

Die Gründerin und CEO von Futerra Sustainability Communications sagt über Swishing:
„Save money, save the planet, have a party: swishing effortlessly touches all of these buttons. Swishing parties are for all those women who want to combine glamour, environmental protection and frugality.“ (Übers.: Rette Geld, rette den Planeten, hab eine Party: swishing verbindet mühelos all diese Punkte. Swishing Parties sind für all die Frauen, die Glamour mit Umweltschutz und Sparsamkeit vereinen wollen.).

Dies und noch viel, viel mehr gibt es zum reCommerce zu berichten. Habt ihr schon erste Erfahrungen sammeln können oder sind euch interessante Shops oder Projekte im Web aufgefallen?


Das Fitnessstudio bei Dir zu Hause – Auch Sport lässt sich online shoppen…..

Die Tage werden kürzer. Morgens ist es dunkel, wenn man zur Arbeit geht und abends ist es dunkel, wenn man das Büro verlässt.  „Jetzt noch zum Sport? Ach nee, lieber doch auf die Couch und ’ne DVD schauen.“  Tja, wem geht das nicht so?
Ihr fragt euch, was das mit Online Shopping zu tun hat? Erst einmal gar nichts. Stimmt.
Aber wir möchten euch vom Gegenteil überzeugen. Denn wir haben das Thema „Sport“ nicht einfach so gewählt. Diese Woche haben wir euch auf unserer Facebookseite bereits den Shop www.tennis-point.de vorgestellt, der auf dem Versandhandelskongress als „Online Shop des Jahres“ vorgestellt wurde. Hier bekommen Tennisfreaks so ziemlich alles, was sie für den Kopfkrimi mit dem gelben Ball benötigen. Und wenn man dann einmal „in Sportarten“ denkt, fallen einem ganz schnell weitere Online Shops ein wie bspw. www.fahrrad.de oder auch für alle Outdoorbegeisterten www.thenorthface.com .
Alles schon bekannt und nichts Neues? Na, dann haben wir hier etwas für euch, was ihr bestimmt noch nicht kennt: Die erste Fitnessplattform im Internet, die euch das Fitnessstudio nach Hause bringt: www.pur-life.de ! Ihr trainiert ganz einfach bei euch zu Hause – wann immer ihr wollt! Neben Live-TV Übertragungen findet ihr dort ein umfangreiches Programm an jederzeit abrufbaren Kursen-von Oberkörper, Rücken, Bauch oder Aerobic bis hin zu Zumba und Entspannungsübungen.

Außerdem gibt es darüberhinaus noch eine spezielle Ernährungberatung und ein von Fachleuten und Ärzten betreutes, qualifiziertes Abnehmprogramm.
Klingt nach ausprobieren? Das haben wir uns auch gedacht und getan- zumindest einige von uns. Und wir sind begeistert und zwar so, dass wir gleich mal mit dem Geschäftsführer von pur-life gesprochen haben und Gutscheine für euch organisiert haben. Für alle, die unsere Fanseite http://www.facebook.com/ohnetuete bis zum 05.11.2011 liken, gibt es einen 4 Wochen Gratis Testzugang für http://www.pur-life.de!!! Klingt doch gut, oder? Natürlich freuen wir uns auch über eure Testberichte… Den Code erhaltet ihr im Anschluss ans Liken:) von uns…
Und damit verabschieden wir uns ins Wochenende
Euer „ohne tüte“ – Team

Wie E-Books, E-Reader, Tablets & Co. den Buchmarkt verändern

In wenigen Tagen – genau genommen am 12.10. beginnt  die diesjährige Frankfurter Buchmesse! Wir sind zwar nicht live Vorort dabei, aber wir nehmen dieses Ereignis zum Anlass und beschäftigen uns die nächsten 2 Wochen auf „ohne tüte“ rund um das Thema Buchhandel, E-Books, E-Reader und Literatur. Wir freuen uns auf einen spannenden Austausch mit euch!
Zur Gesamtsituation des Deutschen Buchmarktes
Werfen wir doch zu Beginn einfach einmal einen Blick auf den dt. Buchmarkt, über den in den letzten Tagen doch vielfach berichtet wurde.
Im Jahr 2010 verzeichnete der dt. Buchmarkt einen Umsatzvolumen von knapp 10 Mrd. € (Endverbraucherpreise). Davon fielen auf den stationären Sortimentsbuchhandel geschätzte 5 Mrd. € also 50% des Gesamtmarktes.
Das stärkste Wachstum verzeichnete wie auch in den vergangenen Jahren der Online-Buchhandel (Teil des Versandbuchhandels), der 2010 ein Umsatzwachstum von 14,1% gegenüber 2009 verzeichnete. Kleiner Wehrmutstropfen: das Wachstum ist im Vergleich zu den Vorjahren rückläufig (2007 waren es sogar 21,3 %).Damit ist dieser Vertriebskanal nach wie vor der wichtigste im Buchmarkt, gefolgt vom Direktvertrieb der Verlage, der mit einem Anteil von 18,5 % und einem Umsatz von 1,8 Mrd. € knapp vor dem Versandbuchhandel (inkl. Internet 1,7 Mrd. €) liegt. Den Rest des „Kuchens“ teilen sich Warenhäuser und Buchgemeinschaften zu je ca. 0,2 Mrd. € sowie sonstige Verkaufsstellen mit einem Anteil von knapp 10 % (0,91 Mrd.).
Einen Umsatzrückgang von 2,8 % zum Vorjahr musste hingegen der Sortimentsbuchhandel hinnehmen. Dieser ist unter anderem geprägt von Konzentrationsentwicklungen und zeigt sich bisher reserviert gegenüber E-Books und E-Readern. Rund 68% der Buchhändler, die im Auftrag des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels Anfang 2011 zu ihrem Sortiment befragt wurden, gaben an, dass weder E-Reader noch E-Books angeboten werden. Bei kleineren Buchhandlungen ist der E-Book/E-Reader Anteil noch niedriger.
Quelle: GfK Panel Services Deutschland im Auftrag des Börsenvereins des Dt. Buchhandels
Die Situation des E-Book Marktes in Deutschland
Kein Wunder also, dass bei diesem geringen Angebot, E-Books bisher gerade einmal 0,5% des gesamten Sortimentbuchhandels ausmachen, rund 21,2 Mio €.
Auch wenn an anderer Stelle von einer zu geringen Nachfrage nach E-Books gesprochen wird – ein dauerhaftes Nachfragewachstum ist ohne ein attraktives Angebot nicht zu erreichen. Bisher setzt sich das Gesamtangebot an E-Books aus über 50% Wissenschaft und Fachbuch zusammen; die auflagenstarke und beliebte Belletristik kommt gerade mal auf 11%.
Quelle: GfK Panel Services Deutschland i.A. des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels
Ein größeres Angebot dieses Genre würde sicherlich zum Wachstum des E-Book Marktes beitragen, doch selbst damit ist Deutschland noch weit vom Mainstream-Level Amerikas entfernt. E-Books haben dort einen Marktanteil von 8%, was einem Jahresumsatz von 330 Mio. € entspricht (ehlingmedia).
Lässt man einmal die deutlich frühere Einführung von E-Readern (Amazons Kindle – Reader kam 2007 auf den Markt, in Dtl. erst 2009) sowie die höhere Technikaffinität der Amerikaner außer Betracht – beides durchaus relevante Aspekte – dann liegt ein wesentlicher Unterschied in der amerikanischen Vertriebsstruktur von Büchern. Gerade außerhalb der großen Ballungszentren gibt es keine stationären Buchhändler. Die Amerikaner haben eigentlich keine andere Möglichkeit als Bücher digital zu erwerben.
Tablets werden die Zukunft des Buchmarktes verändern
Doch kommen wir zurück zur Situation in Deutschland. Denn es könnte hier Bewegung in den Markt kommen. Vor kurzem erst hat Amazon seinen Kindle Fire vorgestellt, ein E-Reader, der gleichzeitig alle Vorteile eines Tablets mitbringt und das zu einem sensationell günstigen Preis. Aber auch ohne den Kindle Fire wächst der deutsche Markt für E-Reader, wenn auch hinter dem europäischen Durchschnitt. In diesem Jahr wird voraussichtlich ein Wachstum von rund 33% von aktuell 24 Mio auf 31 Mio € erreicht, bei gleichzeitiger Absatzsteigerung um 40% auf 232.000  Stück (Bitkom). Die vergangene Woche brachten auch Weltbild und Hugendubel ihren neuen E-Book Reader 3.0 auf den Markt und meldeten verstärkte Nachfrage nach E-Books und E-Readern seit Beginn des Frühsommers (internetworld.de). Bereits im August verkündete die Buchhandelskette Thalia den Kauf des App-Entwicklers Textunes, welcher aktuell für rund 200 Verlage E-Books für iOS und Android entwickelt. Im Herbst soll dann auch die neue Version des E-Readers OYO mit stärkerem Akku und höherer Speicherkapazität erhältlich sein (internetworld.de).
Quelle: Amazon
Darüber hinaus sind Smartphones und Tablet-PCs auf dem Vormarsch, wie aus kürzlich veröffentlichten Zahlen der Bitkom hervorgeht. Vor allem Tablets werden sich nach Ansicht von Verlagsexperten durchsetzen:
Quelle: GfK Panel Services Deutschland i.A. für den Börsenverein des Deutschen Buchhandels
Welchen Einfluss Modelle wie Self-Publishing oder Rebuying auf den deutschen Buchmarkt haben (werden), wollen wir u.a. in den kommenden 2 Wochen mit unseren Lesern und Fans auf ohne tüte in Facebook diskutieren.
Wir freuen uns auf einen regen und spannenden Austausch mit euch!
Hanna Tempelhagen